Erstellt am 27. April 2016, 04:04

von Bernd Dangl

Gedinger: „Wir wollen Meister werden“. UHC-Hollabrunn-Manager Gerhard Gedinger über das Saisonziel, den möglichen Aufstieg in die HLA sowie Planungen im wirtschaftlichen und sportlichen Bereich.

Fokussiert auf den Titel: UHC-Manager Gerhard Gedinger. Foto: UHC Hollabrunn  |  NOEN, UHC Hollabrunn

NÖN: Platz eins und damit stärkstes Team im Oberen Play-off der Bundesliga: Jetzt ist Hollabrunn auch im Halbfinale gegen Graz der Favorit, oder?
Gerhard Gedinger: Ich würde sagen, dass wir ein „vorsichtiger Favorit“ sind. Graz hat einen Trainerwechsel vorgenommen (Anm.: Ex-Champions League-Sieger Ales Pajovic ist jetzt Spielertrainer), erhofft sich dadurch noch einiges. Die sind nicht zu unterschätzen und gefährlich.

Im zweiten Halbfinale ist St. Pölten gegen Ferlach zu favorisieren. Wäre ja eine tolle Sache, wenn es ein NÖ-Derby zwischen Hollabrunn und St. Pölten um den Titel gehen würde …
Das auf jeden Fall! Vom Charakter her wäre das ein Top-Endspiel.

„Bräuchten sechsstelligen Betrag zusätzlich“

Steigt Hollabrunn auch tatsächlich in die HLA auf, wenn der Titel gelingt?
Unser Ziel ist klar definiert: Wir wollen Meister werden und aufsteigen. Auch wenn wir wissen, dass dann sportlich und finanziell einiges auf uns zukommt. Auch bezüglich Infrastruktur müssten Kleinigkeiten in der Sporthalle adaptiert werden.

Gab‘s diesbezüglich schon Gespräche mit der Stadtgemeinde?
Gespräche gibt es laufend – wir wollten aber noch abwarten, in welche Richtung es sportlich geht. Die Gespräche werden in nächster Zeit intensiviert werden. Den Verantwortlichen muss klar sein, dass Hollabrunn erstmals in einer Ballsportart für Männer in der höchsten Liga spielen kann.

Apropos Finanzen: Wie viel Geld bräuchte der UHC im Falle des Aufstiegs denn mehr?
Eine genaue Zahl kann ich hier nicht nennen. Es ist aber sicher ein sechsstelliger Betrag, den wir zusätzlich bräuchten. Das Ganze muss ja einen Sinn machen.

Auch sportlich ist die HLA ein anderes Pflaster als die Bundesliga.
Das ist ungefähr derselbe Sprung, wie wir ihn vor elf Jahren gemacht haben, als wir von der Landes- in die Bundesliga aufgestiegen sind. Wir wissen, dass wir in der HLA von Beginn an gegen den Abstieg spielen würden, wollen dort aber kein Schlachtopfer sein.

Wie sieht‘s mit der Kaderplanung aus? Geschieht die aktuell zweigleisig?
Ich habe schon Gespräche mit dem Trainerteam geführt. Der Kader für die Bundesliga würde großteils stehen, kleinere Änderungen gibt‘s ja sowieso immer. Steigen wir auf, dann muss natürlich anders geplant werden. Die finalen Entscheidungen wird‘s erst Ende Mai geben.