Erstellt am 23. Dezember 2015, 03:28

von Lukas Hintersteiner

Göllersdorf-Boss Schießbühl: „Wir glauben weiter an uns selbst“. SV-Göllersdorf-Obmann-Stellvertreter Leopold Schießbühl hofft im Frühjahr auf eine Aufholjagd seines Teams.

Göllersdorf-Verteidiger Gerhard Aichhorn (l.) bekommt von seinem Obmann-Stellvertreter Leopold Schießbühl die Auszeichnung als bester Göllersdorf-Spieler 2015. Foto: Kevin Kada  |  NOEN, Kevin Kada

NÖN: Der SV Göllersdorf überwintert auf dem vierten Tabellenplatz. Wie zufrieden sind Sie mit der Hinrunde?
Leopold Schießbühl: Vor der Saison haben wir einen Platz unter den Top drei angestrebt. Nichtsdestotrotz können wir mit dieser Platzierung sehr gut leben. Unterm Strich wäre sogar noch mehr möglich gewesen, aber teilweise hat uns die Konstanz gefehlt. Vor allem gegen die vermeintlich schwächeren Gegner haben wir unnötig Punkte liegen gelassen.

Auf Leader Straning fehlen nur vier Punkte. Möchte Ihr Team im Frühjahr eine Aufholjagd starten?
Warum nicht – wir sind zwar Außenseiter, glauben aber an uns. Für die Rückrunde habe ich ein gutes Gefühl. Wenn wir die Vorbereitung verletzungsfrei überstehen, dann ist sicherlich mit uns zu rechnen. Favorit ist meiner Meinung nach aber nach wie vor Straning. Zudem müssen wir abwarten, ob bei den anderen Spitzenteams im Jänner das große Aufrüsten beginnt.

„Im Hinblick auf die Zukunft müssen
wir uns keine Sorgen machen“

Apropos Aufrüsten. Wird es auch in Göllersdorf personelle Veränderungen geben?
Nein – bei uns wird es in der Übertrittszeit weder Zu- noch Abgänge geben. Wir haben volles Vertrauen in die Mannschaft. Die Burschen sind super eingespielt und haben auch ohne Verstärkungen das Potenzial, um ganz vorne mitzuspielen. Das haben sie auch bereits gezeigt.

Ihr Reserve-Team krönte sich eindrucksvoll zum Winterkönig. Wie stolz macht Sie der Blick auf die Tabelle?
Zwölf Siege aus ebenso vielen Spielen ist natürlich eine beeindruckende Bilanz und spiegelt die gute Arbeit wider, die im Verein geleistet wird. Vor allem im körperlichen Bereich waren unsere Burschen der Konkurrenz im Herbst überlegen. Im Hinblick auf die Zukunft müssen wir uns also keine Sorgen machen, es rücken genug Talente nach, die wir in der Kampfmannschaft brauchen.

David Alaba wurde zum fünften Mal hintereinander zum „Fußballer des Jahres“ gekürt. Welcher Spieler in Ihrer Mannschaft hätte sich diesen Titel verdient?
Diese Auszeichnung würde zweifelsohne an Verteidiger Gerhard Aichhorn gehen. Unser flinker Außenverteidiger scheut keine Zweikämpfe und ist extrem laufstark. Er ist – genauso wie David Alaba bei den Bayern - der konstanteste Spieler in unseren Reihen. Pep Guardiola kann gerne bei uns vorbeikommen und Gerhard auf die Beine schauen ...