Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:32

von Bernd Dangl

Hollabrunner Handballer „zurück in der Normalität“. UHC-Hollabrunn-Manager Gerhard Gedinger freut sich über den zweiten Erfolg in Serie für sein Team.

Kabinenparty beim UHC Hollabrunn: In Kärnten stießen Marcus Zupanac, Trainer Dusko Grbic, Mario Dubovecak, Anze Kljajic, Philipp Biber und Uros Krasovec auf den Sieg an. Foto: privat  |  NOEN, privat

KÄRNTEN - HOLLABRUNN 24:28. Die Klagenfurter waren im bisherigen Saisonverlauf zuhause noch unbesiegt, nun schlugen ihnen die Hollabrunner ein Schnippchen. Doch auch etwas überraschend, da es zuletzt nicht gerade rund lief.

Imposante Auferstehung des Teams

Der Last-Minute-21:20-Sieg in der Vorrunde über Trofaiach habe aber das Selbstvertrauen zurück ins Weinviertel gebracht, wie Manager Gerhard Gedinger meint: „Da hat die Mannschaft gesehen, was mit einem Wir-Gefühl möglich ist.“ Nachsatz: „Wir sind zurück in der Normalität.“

Dabei standen die Vorzeichen vor dem Trip nach Kärnten alles andere als gut. So lag die halbe Mannschaft unter der Woche mit einem grippalen Infekt darnieder, auch Trainer Dusko Grbic musste das Bett hüten. Umso imposanter die Auferstehung. Zudem bedeuten die 28 erzielten Tore Saisonrekord für den UHC.

In der Defensive hatten die Hollabrunner nur mit Ex-HLA-Spieler Leopold Wagner (10 Tore) zu kämpfen, der Rest wurde abgeräumt. Vorne glänzte die Offensive um Anze Kljajic und Kristof Gal, dazu bewies Philipp Biber Nervenstärke, indem er fünf von fünf Siebenmetern verwandelte.

Nun warten zwei Derbys auf Hollabrunn

„Der Sieg war auch deswegen wichtig, weil sich die Tabelle bald aufsplitten und man Tendenzen punkto Oberes Play-off erkennen wird“, so Gedinger.

Bereits am Mittwoch (20 Uhr) geht‘s mit einem Heimspiel weiter: Da gastiert Schlusslicht Gänserndorf zum Weinviertel-Derby. Da die Halle am Wochenende für die Baumesse reserviert ist, müssen die Handballer ausweichen. Für Gedinger kein Nachteil: „Wir müssen den Schwung aus dem Kärnten-Spiel mitnehmen, haben dann neun Tage Zeit, um wieder Kräfte für das Spiel in St. Pölten zu tanken.“

Der 28:24-Erfolg in Kärnten war zu keiner Zeit wirklich gefährdet. Der UHC ging in Minute drei durch Gal in Führung und gab sie bis zum Ende kein einziges Mal ab. Als die Hausherren nach 50 Minuten den Rückstand auf 21:23 verkürzten, keimte in deren Lager zwar noch einmal kurz Hoffnung auf, doch der UHC erwies sich als zu abgebrüht, zog binnen sieben Minuten auf 27:21 davon.