Erstellt am 18. November 2015, 05:58

von Sandra Frank

Jiu-Jitsu-Verein ins Budo-Center: „Umzug ist fix“. Da in Ziersdorf kein Ersatzquartier gefunden wurde, schlägt der Jiu-Jitsu-Verein seine Zelte nun in Hollabrunn auf.

Der Umzug ist besiegelt: Sascha Bauer (Mitte) holte das Weinviertler Budo-Center in sein neues Fitness-Studio in Hollabrunn. Vereinsobmann Patrick Pichler (r.) und sein Vater Leo (l.) freuen sich über die neue Trainingsstätte. Foto: Frank  |  NOEN, Sandra Frank

„Mit Beginn der neuen Trainingssaison – September 2016 – werden wir in Hollabrunn trainieren“, berichtet Patrick Pichler, Obmann des Jiu-Jitsu-Vereins. „Der Umzug ist fix“, bestätigt Sascha Bauer, künftiger Vermieter.

Zur Erinnerung: Das Budo-Center Weinviertel war bisher im Ziersdorfer Volksheim untergebracht. Dort wurde es zu eng, der Verein suchte eine neue Bleibe. Als Trainingsstätte wurde das alte Musikerheim ins Auge gefasst, dieses wurde allerdings von der Gemeinde verkauft.

„Sascha hat sich wirklich sehr bemüht“

„Nach dem letzten NÖN-Bericht [

] haben sich einige Gemeinde gemeldet, die uns aufnehmen wollten“, freut sich der 21-jährige Obmann über die Reaktionen.

Was schließlich für Hollabrunn sprach? „Sascha hat sich wirklich sehr bemüht, uns nach Hollabrunn zu holen. Die Räume sprechen für sich“, sagt Pichler.

Denn ab September 2016 wird der Verein im Hollabrunn Fitnesscenter „enjoy“ trainieren, welches Bauer mit 1. November gekauft hat. So können die Vereinsmitglieder den Kampfsport und die Fitness – vor oder nach dem Training – gleich kombinieren. Ein Gewinn für die Mitglieder.

Bauer: „So ein Verein ist Gold wert““

„Ich bin der Meinung, dass Hollabrunn aktive und lebendige Vereine braucht. Da bin ich gern bereit, meinen Beitrag zu leisten“, sagt Bauer über sein Bestreben, das Budo-Center Weinviertel in die Bezirkshauptstadt zu holen. „So ein Verein ist Gold wert“, ist er überzeugt.

„Wir rechnen mit einem Mitgliederzuwachs. Das ist in Hollabrunn jetzt möglich“, freut sich auch Leo Pichler, Vater des Obmanns. Derzeit zählt der Verein 85 Mitglieder, eine Zahl, welche die derzeitige Trainingsstätte an ihre Grenzen bringt.

Mit dem Budo-Center kommt aber nicht nur der Kampfsport nach Hollabrunn. „Wir sind einer der erfolgreichsten Kampfsportvereine Österreichs“, sagt Pichler.

Im Dezember finden die Staatsmeisterschaften statt, außerdem geht‘s zum Worldcup in die USA. Im Jänner fanden die Lower Austrian Open in Ziersdorf statt. Aufgrund des Erfolgs darf Pichlers Jiu-Jitsu-Verein das Cup-Finale im nächsten Jahr ausrichten. „Da hoffen wir natürlich auf die Zusammenarbeit mit der Gemeinde.“

NÖN.at hatte berichtet:


 

Warum konnten Sie ... das Budo-Center nicht in Ihrer Gemeinde halten?

x  |  NOEN, Archiv

NÖN: Der Jiu-Jitsu-Verein ist seit seiner Gründung 1999 in Ziersdorf ansässig. 2016 übersiedelt er nach Hollabrunn.
Hans Gartner: Ja, leider, wir haben alles versucht, den Vereins bei uns zu halten.

Gab es weitere Gespräche zwischen Ihnen und Obmann Pichler?
Ja, sicher. Ich habe dem Verein auch noch andere Gebäude gezeigt. Aber er hat gesagt, die passen auch nicht. Ich glaube aber, dass er zu der Zeit schon mit uns abgeschlossen hatte und schon beschlossen hatte, nach Hollabrunn zu gehen.

Bedauern Sie den Verlust des Vereins?
Natürlich, weil der Verein viele internationale Erfolge erzielt hat. Er hat sich bei uns sehr positiv entwickelt. Auch wenn nicht mehr viele Ziersdorfer dabei sind, aber das macht nichts. Außerdem hätte sich das in den nächsten Jahren wieder ändern können. Es ist wirklich schade um den Verein.