Erstellt am 04. November 2015, 05:47

von Bernd Dangl

Jugend springt für die Routiniers ein. Vier gestandene Spieler fehlten beim Spiel in Spratzern. Die Jugend machte ihre Sache als Ersatz sehr gut.

Sebastian Lehner (rechts, gegen Spratzerns Dominik Heinzl) ist einer der jungen Garde bei den Retzern, der sich einen Fixplatz im Kampfmannschaftskader erkämpft hat.  |  NOEN, Gerstorfer

Zu Martin Zahuranec (Leiste), Todor Yonov (Blinddarm-OP), Daniel Murtinger (Kreuzbandriss) und Langzeitausfall Andreas Fleischhacker gesellte sich vor dem Spiel in Spratzern mit dem erkrankten Christopher Ledineg ein weiterer Routinier zur Retzer Ausfallsliste. So lief der 28-jährige Milan Krempasky als „Oldie“ der Mannschaft mit der Kapitänsschleife ein – und führte ein extrem junges Retzer Team auf das Feld.

„So eine junge Mannschaft hatten wir schon lange nicht mehr“, war Sektionsleiter Werner Mischling von der Performance angetan. Auch weil sie für ihn überraschend kam. „Spratzern hat sehr erfahrene Spieler – da bin ich mit dem 2:2 doch zufrieden.“

Auch wenn man der Retzer Truppe die Unerfahrenheit in entscheidenden Situationen angesehen habe. „Wir haben die Treffer aus Standards bekommen – auch, weil die kopfballstarken Spieler fehlten, Florian Anderle quasi allein auf weiter Flur in der Luft war“, so Mischling. Die aktuelle Situation mit den vielen Ausfällen und dem Nachrücken der Youngsters habe aber auch Positives: „Wir haben gesehen, dass der Kader qualitativ nicht schlecht ist. Auch wenn er quantitativ jetzt schon dünn ist.“ Spieler der jungen Garde wie Simon Fürnkranz, Stefan Bräuer, Sebastian Lehner oder die Rapp-Brüder seien schon fixe Bestandteile.

Bezüglich anstehender Transferzeit legt sich Mischling dezent fest: „Es sieht danach aus, dass wir nichts machen. Wir sind zwar hinter unseren Erwartungen geblieben, liegen angesichts der verletzungsbedingten Umstände aber auch nicht schlecht. Wir haben keinen dringenden Handlungsbedarf.“