Erstellt am 11. Mai 2016, 03:54

von Kevin Kada

Kunsteisbahn: Kritik an der Sanierung. Die Gemeinde nimmt 2016 die überfällige Renovierung des Eislaufplatzes um rund 500.000 Euro vor. Dabei wird, nicht zur Freude aller Benützer, der Platz auch verbreitert.

Der Hollabrunner Eislaufplatz wird um rund 500.000 Euro renoviert, um die nächste Saison zu sichern. Foto: Kevin Kada  |  NOEN, Kevin Kada
Die Gemeinde nimmt in diesem Jahr die längst überfällige Renovierung der Kunsteisbahn vor. Investitionsvolumen: rund 500.000 Euro.

„Wir wollen den Eislaufplatz erhalten. Andere Städte wie Laa an der Thaya oder Mistelbach haben ihre Anlagen geschlossen, weil sie nicht wirtschaftlich zu betreiben waren“, schickt Finanzstadtrat Kornelius Schneider voraus.

Eishockeytrainer hätte eher Verlängerung erhofft

Seit vergangener Woche läuft die Bewerbungsfrist für Unternehmen, um die Renovierung durchzuführen. Vorab wurde bei einer Begehung der Anlage mit einem Experten festgestellt, dass man den Eislaufplatz kostengünstig verbreitern könne.

„Unter der Fläche, wo die Bahn der Eisstockschützen war, ist der Untergrund bereits vorbereitet. So können wir bei der Renovierung diese Fläche in den Bandenbereich integrieren“, lässt Schneider wissen.

Doch genau diese Baumaßnahme missfällt den Eishockeyspielern. Allen voran Friedrich Dechant, seines Zeichens Eishockeytrainer der Hollabrunner Wild Hogs, ist mit dem Umbau nicht glücklich: „Wir hätten uns erhofft, dass die Anlage verlängert und nicht verbreitert wird. So werden wir nie eine Eishockeyfläche zusammenbekommen.“

Diesem Wunsch erteilt der Finanzstadtrat erneut eine Absage: „Es ist nicht finanzierbar. Außerdem müsste auch der Tennisplatzbetreiber Rihacek damit einverstanden sein, zwei seiner Plätze dafür abzugeben.“

„Das Land fördert keine Mickey-Maus-Plätze“

Dechant selbst hätte gerne eine Prüfung der Kosten für eine Verlängerung gehabt, auch weil es Fördermöglichkeiten gibt: „Das Land Niederösterreich fördert keine Mickey-Maus-Plätze. Ein Eishockeyfeld allerdings schon.“

Auch dieser Idee geben sowohl Finanzstadtrat Schneider, als auch Helmut Schneider, Verwalter für die Kunsteisbahn, eine Absage: „Wir haben mit dem Verband und der Landesregierung diesbezüglich Gespräche geführt. Solche Förderungen gibt es nur für Teams, die Landes- oder Bundesliga spielen. Und die Experten der Landesregierung sind der Meinung, dass Hollabrunn dieses Potenzial nicht hat.“

Kurios an der Sache ist allerdings, dass kein Vereinsvertreter des heimischen Eishockeyteams bei dieser Besprechung dabei war. Noch dazu, weil Trainer Dechant versichert: „Hätten wir eine Eisfläche, die groß genug wäre, dann würden wir bereits in einer Liga spielen. So müssen wir aber als Hobbymannschaft weitermachen.“