Erstellt am 12. Oktober 2016, 05:00

von Sandra Frank

Walter Naderer: "Bei mir machen alle mit“. Tempo- und Zeitgefühl sowie die Grundlagen der Motorik, das vermitteln Trainer rund um Walter Naderer Volksschulkindern und machen sie fit für Laufevents.

Zuerst springen die Kids wie ein Frosch nach vorne, doch wenn das wilde Tier – Walter Naderer –  |  Sandra Frank

„Das war so lustig“, strahlte ein Volksschulkind, nachdem die Trainingseinheit mit der Laufinitiative abgeschlossen war.

Die Laufinitiative, das sind Markus Gschwentner, Fritz Genger und Walter Naderer. Ihre Aufgabe: Sie bereiten die Schüler auf einen Laufevent vor. Aktuell waren es die Kids der beiden Hollabrunner Volksschulen, mit denen sie für den „4Kellergassenlauf“ in Hollabrunn trainierten. Die Laufinitiative arbeitet dabei mit den Veranstaltern sowie den Volksschulen im Umkreis zusammen.

„Unser Ziel ist es, dass sich ein Drittel der Kinder, mit denen wir arbeiten, dann auch eine Startnummer holt“, will Naderer die Schulkinder zur Bewegung motivieren. Dass ihm und den beiden anderen Trainern das auch gelingt, das zeigt sich bei der Arbeit mit den Kindern. Die sind mit Begeisterung beim Programm dabei, und zwar auch jene, die auf den ersten Blick nicht als die Sportkanonen erscheinen. „Bei mir machen alle mit“, beobachtet auch der Limberger.

"Im Training sollen Kinder ein Gefühl für Tempo und Zeit bekommen"

Im Training sollen die Kinder ein Gefühl für Tempo und Zeit bekommen und dafür, „wie sehr sie sich durch das Laufen belasten können“. Spielerisch wird mit den Volksschülern die Grundlagenmotorik geschult. Naderer entdeckt hier bei vielen Kindern ein Defizit. „Manche steigen beim Hopserlauf aus, und das in der dritten Klasse Volksschule.“ Das liege daran, dass die Vermittlung dieser Elementarmotorik im Lehrplan oft nicht vorgesehen ist.

Für Naderer ist es wichtig, dass das Programm an die Altersstufe, mit der er trainiert, angepasst ist. So wollte er von den Erstklasslern wissen, wer sich schneller fortbewegen könne, ein Zwei- oder Vierbeiner. Die Kinder waren sich einig: die Vierbeiner. Als sie sich dann wie Gorillas oder Frösche durch die Jahnturnhalle bewegen sollten und das wilde Tier (Walter Naderer) hinter ihnen her war, wurde ihnen schnell bewusst, dass eine Flucht auf zwei Beinen erfolgsversprechender ist.

Die Akzeptanz für die Arbeit der drei Trainer sei sehr groß. Vom Frühjahr bis zum Schulschluss wird mit verschiedenen Schulen trainiert. „Wir haben mit sechs Volksschulen angefangen“, erinnert sich Naderer. Heuer sind es 30 Schulen, die die Dienste der Laufinitiative in Anspruch nehmen.