Erstellt am 02. März 2016, 03:29

von Bernd Dangl

Mit dem zehnten Streich zu Platz eins. Der UHC Hollabrunn feierte mit dem 29:25 in Kärnten den zehnten Sieg in Folge und ist Tabellenerster.

Jubel über den Sieg in Kärnten, Jubel über Platz eins im Oberen Play-off der Bundesliga: Die Handballer des UHC Hollabrunn kamen aus der Feierstimmung gar nicht mehr heraus. Auf der Heimfahrt wurde noch der 16. Geburtstag von Youngster Tobias Auß gefeiert. Foto: UHC Hollabrunn  |  NOEN, UHC Hollabrunn

KÄRNTEN - HOLLABRUNN 25:29. Die Siegesserie des UHC Hollabrunn geht weiter! Mit dem 29:25-Erfolg in Kärnten, dem bereits dritten im dritten Spiel des Oberen Play-offs, feierten die Weinviertler nun den zehnten vollen Erfolg hintereinander. Seit der 25:26-Heimniederlage am 21. November gegen Bad Vöslau stehen nur noch Siege auf der Habenseite!

„Eine Zehner-Serie hat es bei uns sicher noch nie gegeben – das ist schon etwas Besonderes“, freut sich Manager Gerhard Gedinger, den der Blick auf die Tabelle noch mehr verzückt. Da der bisherige Leader St. Pölten spielfrei war, eroberten die Hollabrunner Platz eins.

„Es macht uns stark, dass wir
nicht von einem einzigen Spieler
abhängig sind.“
UHC-Hollabrunn-Manager
Gerhard Gedinger

Das Halbfinale, für das sich vier der fünf Teams qualifizieren, ist praktisch fix. Rechnerisch fix wäre es bereits mit einem Sieg im kommenden Heimspiel am Samstag gegen Schlusslicht Ferlach …

Gedinger sieht sein Team mittlerweile mental sehr gefestigt: „Dann gewinnen wir auch enge Spiele, bewahren auch dort einen kühlen Kopf.“

Wie etwa ein Kristof Gal. Der Ungar lief in Kärnten mit Fieber ein, war mit zehn Treffern der Topscorer, verwandelte alle seine sechs Siebenmeter! „Es macht uns stark, dass wir nicht von einem einzigen Spieler abhängig sind“, so Gedinger. „Es bringt also nichts, wenn sie uns einen Spieler rausdecken.“

Gegen Kärnten fanden die Hollabrunner vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit auf die Siegerstraße. Auch dank eines taktischen Fehlers der Gastgeber. Die tauschten unmittelbar vor der Pausensirene und direkt vor einem allerletzten Freiwurf einen Spieler, was jedoch regelwidrig war.

Dadurch wurden die Kärntner mit einer Zweiminuten-Strafe bedacht, was die Hollabrunner gleich nach Wiederanpfiff zu ihren Gunsten ummünzten. So zogen sie binnen fünf Minuten von 14:14 auf 19:14 davon – Kärnten konnte nicht mehr nachsetzen.

Gegen Ferlach soll die Siegesserie fortgesetzt werden. Wieder mit dabei sein wird der zuletzt verletzte Clemens Spenling. Sebastian Zahlbruckner hingegen wird mit einer Knieverletzung zumindest bis zum Halbfinal-Start ausfallen.