Erstellt am 15. September 2015, 08:07

von Bernd Dangl

Mit einem Turban zum Sieg geschossen. Der am Kopf verletzte Anze Kljajic schoss den UHC Hollabrunn in den Schlussminuten gegen Ferlach zum Erfolg.

Auch eine klaffende Wunde am Kopf Anze Kljajic (rechts) gegen Ferlach nicht stoppen. In der Schlussphase sorgte der Slowene mit zwei Treffern für den Sieg des UHC Hollabrunn über Ferlach. Foto: Cornelia Grotte  |  NOEN, Cornelia Grotte

HOLLABRUNN - FERLACH 22:20. Zweites Spiel, zweiter Sieg. Über den Saisonstart kann in Hollabrunn niemand meckern.

Gals Fehlen machte sich offensiv bemerkbar

Manager Gerhard Gedinger weiß den perfekten Auftakt aber richtig einzuschätzen und zieht Vergleiche zum Fußball: „Rapid ist derzeit wohl die beste Fußballmannschaft Österreichs und verliert trotzdem in Altach. Wir sind derzeit nicht das beste Team in der Bundesliga, gewinnen aber dennoch zweimal. Sport lässt sich nicht immer genau erklären.“

Denn vor allem das Fehlen von Kristof Gal machte sich in der Offensive bemerkbar. Das mag wohl auch die ineffiziente Torausbeute in der ersten Viertelstunde erklären – da lag der UHC mit 1:4 hinten …

„Gal fehlte an allen Ecken und Enden, da lief nicht viel zusammen“, so Gedinger, der nach 25 Minuten wie die restlichen Zuseher einen kleinen Schock erlebte.

Kljajic sorgte im Alleingang für Entscheidung

Spielmacher Anze Kljajic wurde von einem Gegenspieler regelrecht umgeschnitten, klatschte mit dem Kopf vorwärts am Hallenboden auf und musste mit einer klaffenden Wunde vorerst raus. Für den Slowenen sprang aber Youngster Lukas Hutecek in die Bresche – der 15-Jährige erzielte im Laufe des Spiels schließlich drei Treffer.

Nach einem 8:10-Pausenrückstand dominierten zunächst weiter die Gäste, zogen auf 14:10 davon. Doch der UHC glich aus, ging dann in Führung. Die Partie stand nun auf Messers Schneide, Ferlach schaffte zwei Minuten vor dem Ende das 20:20.

Dann schlug aber Anze Kljajic, inzwischen mit einem Turban geschmückt, zu. Der Shooter zeigte, dass er der Chef der Hollabrunner ist, sorgte mit zwei Treffern im Alleingang für die endgültige Entscheidung. Am Samstag geht‘s mit dem Derby in Bad Vöslau weiter. „50 zu 50“, schätzt Manager Gedinger die Chancen ein. Der Ungar Gal dürfte noch bis Oktober fehlen.