Erstellt am 20. Januar 2016, 02:33

von Bernd Dangl

Nach Derbysieg nun Finale gegen Ersten. Hollabrunn bezwang Gänserndorf und kann sich mit Sieg über St. Pölten eine gute Basis für das Play-off schaffen.

In die Zange genommen. Die Hollabrunner (links: Kristof Gal, rechts: Milan Ivanovic) traten bei Schlusslicht Gänserndorf (Mitte: Armin Schmoldas) konzentriert auf und gewannen das Derby. Foto: Aichinger  |  NOEN, Aichinger

GÄNSERNDORF - HOLLABRUNN 29:34. Eine Runde zum Frohlocken für die Hollabrunner. Auf der einen Seite gewannen sie das prestigeträchtige Weinviertel-Derby in Gänserndorf, andererseits rutschte Tabellenführer St. Pölten bei der Zweiertruppe der Fivers Margarten aus.

Das bedeutet: Sollte Hollabrunn in der abschließenden Runde des Grunddurchgangs am Samstag die Landeshauptstädter bezwingen, würde der Rückstand – nach Punkteteilung – zum Meister-Play-off-Start nur noch zwei Zähler betragen …

Entscheidung im zweiten Abschnitt

„Im Grunde genommen ist alles genauso gekommen, wie wir uns das gewünscht hatten“, zog auch Hollabrunns Manager Gerhard Gedinger ein positives Resümee über diesen Spieltag. Verantwortlich dafür sei eine kompakte, vor allem aber konzentrierte Leistung seines Teams gewesen.

„Unter der Woche haben Trainer Dusko Grbic und ich viel gepredigt. Dass die Spieler Gänserndorf ja ernst nehmen sollen. Es war eine reife Leistung, wie das Team aufgetreten ist.“ Nachsatz: „Gänserndorf präsentierte sich nicht wie ein Tabellenletzter, die Handschrift des neuen Trainers konnte man schon deutlich erkennen“, so Gedinger.

Die Gäste – bei denen sich in Halbzeit eins Lukas Ruff im Tor beweisen durfte – nahmen von Beginn weg das Heft in die Hand, konnten sich aber nicht wirklich absetzen. So führte Hollabrunn zur Pause „nur“ mit 17:15.

„Wir haben uns zur Halbzeit vorgenommen, dass wir eine rasche Entscheidung wollen“, erklärte Gedinger den Plan. Dieser ging auch auf, die Gäste konnten den Vorsprung auf plus vier ausbauen. Zwar wurden Kristof Gal und Milan Ivanovic manngedeckt, gerade Gal wusste aber mit sieben Treffern zu überzeugen. „So hat er sie eben von weiter draußen reingeschossen“, grinste Gedinger.

Abgesehen vom noch ausständigen Grunddurchgangs-Duell gegen St. Pölten laufen bereits die Planungen für das Play-off. Personelle Änderungen sind kaum geplant: „Andere rüsten auf, wir vertrauen auf unseren Kader. Das spricht ja auch für die Planung vor der Saison“, schließt der Manager Neuzugänge aus.

Ein abschließender Erfolg über St. Pölten hätte auch einen psychologischen Effekt, denn: Gleich in der ersten Play-off-Runde kommen die St. Pöltner erneut wieder in die Weinviertel-Arena.