Göllersdorf

Erstellt am 18. August 2016, 03:05

von Cornelia Grotte

Ullram mit Solo rund um Österreich. Der Göllersdorfer Werner Ullram holte sich beim Race Around Austria den dritten Platz im Bewerb 1500 Solo. Er war drei Tage, zwei Stunden und 47 Minuten unterwegs!

Radsportler Werner Ullram konnte sich bei seinem ersten Start im Solo-Bewerb des Race Around Austria den dritten Platz holen. Foto: Privat  |  Privat

Das „härteste Radrennen Europas“ ist geschlagen! Am 9. August gab es den Startschuss zum RAA 2016 in St. Georgen im Attergau (Oberösterreich), wo sich auch später der Zieleinlauf befinden sollte. Gestartet werden konnte in den Klassen Extreme Race Around Austria, Race Around Austria 1500 Solo und Team RAA in Zweier- oder Vierer- Teams.

Auch Werner Ullram konnte die 1.500 Kilometer und rund 17.500 Höhenmeter erfolgreich beenden. Der Göllersdorfer startete in der Disziplin 1500 Solo erstmals alleine beim RAA. Mit dabei hatte er sein motiviertes Team, das aus Teamchef Reinhard Appel, Wolfgang Schmida, Leopold Knapek, Oliver Weidlinger, Eberhart Kristen und Leopold Rand bestand. Mit dieser Mannschaft als Unterstützung konnte sich der Göllersdorfer voll und ganz auf das Rennen konzentrieren.

„Zu diesem Zeitpunkt hat mein Team eigentlich schon alles unter Kontrolle gehabt, um mich mit keinen unnötigen Dingen zu belasten“, so der Radsportler. Um 15.18 Uhr fiel dann der Startschuss für Ullram. „Das Rennen selbst war für mich eine sehr spezielle Erfahrung. Ich dachte bislang immer, dass ich meinen Körper schon öfters an sein Limit gebracht habe, aber jetzt weiß ich, dass die Grenzen sehr hoch sind, wenn man etwas will und dafür kämpft“, so der Athlet.

Während der ersten zwei Tage gab es einige Höhen und Tiefen für den Göllersdorfer zu überwinden. So konnte zum Beispiel der Großglockner wegen Schneefalls nicht befahren, eine Ausweichroute musste genommen werden. „Mein Team hat mich dabei immer und in allen Lagen unterstützt“, so der Sportler. „Ich habe in den ersten beiden Tagen keinerlei Informationen erhalten, auf welcher Position ich mich befinde. Erst nach etwa 60 Stunden, als wir einen Fahrer überholt haben, der anscheinend eine Pause gemacht hat, hat mein Team mir mitgeteilt: ‚So, jetzt bist‘ wieder Dritter.‘ Mein Team hatte die Statistik immer im Blick.“

Während des letzten harten Anstiegs über den Dientner Sattel feuerte das Team den Göllersdorfer immer wieder an. Zum Schluss gelang Ullram der dritte Platz nach 3 Tagen, 2 Stunden und 47 Minuten. „Ich bin überglücklich, das geschafft zu haben“, freut sich Ullram.