Erstellt am 16. März 2016, 03:24

von Bernd Dangl

UHC als heimlicher Sieger. Der UHC Hollabrunn war spielfrei, profitierte aber vom Ausrutscher der St. Pöltner.

Gerhard Gedinger, Manager UHC Hollabrunn. Foto: UHC  |  NOEN, UHC Hollabrunn

Dass der UHC Hollabrunn als Tabellenführer zum freitägigen NÖ-Derby nach St. Pölten fährt, kommt doch überraschend. Denn während die Weinviertler am Wochenende als spielfreies Team in der Zuseher-Rolle verharrten, rutschten die St. Pöltner – die Tabellenspitze vor Augen – in Ferlach mit 27:31 aus. Damit steht Hollabrunn trotz eines Spiels weniger weiter ganz vorne.

„Wir sind der heimliche Sieger“, nahm auch UHC-Manager Gerhard Gedinger das überraschende Ergebnis wohlwollend zur Kenntnis. Auch rein rechnerisch ist jetzt für die Weinviertler alles fix – der Semifinalplatz ist bereits vier Spiele vor Play-off-Ende gebucht. Doch Hollabrunn verfolgt ohnehin ganz andere Ziele: „Gewinnen wir in St. Pölten, danach das Heimspiel gegen Graz, dann sind wir von Platz eins nicht mehr zu verdrängen“, hofft Gedinger.

Sollte Hollabrunn das Play-off tatsächlich als Erster oder Zweiter beenden, so würde die Semifinal-„Best of 3-Serie“ mit einem Heimspiel am Sonntag, 1. Mai, starten.

Und hier droht ein logistisches Problem, denn am Vortag geht der HTL-Ball über die Bühne, an dem die Sporthalle von der Jugend zum Clubbing in Beschlag genommen wird. „Wir wollen auf keinen Fall das Heimrecht tauschen“, stellt Gedinger klar, der sein Anliegen bereits bei Sportstadtrat Kornelius Schneider deponierte.

Der will nun bei einem runden Tisch mit Vertretern der HTL eine Lösung finden, damit die Halle am Tag nach der Veranstaltung schnellstmöglich geräumt wird. „Wir bieten jede Unterstützung an“, so Gedinger.