Erstellt am 24. Februar 2016, 04:44

von Bernd Dangl

UHC raste zum Erfolg – und der Manager auch. Manager Gerhard Gedinger spielte für den späteren Matchwinner Clemens Spenling „Transporter“.

Mit sechs Treffern mutierte UHC-Hollabrunn-Spieler Clemens Spenling beim 24:22-Auswärtssieg in Graz zu einem der wichtigsten Spieler für sein Team. Und das trotz turbulenter Anreise. Foto: Kevin Kada  |  NOEN, Kevin Kada

GRAZ - HOLLABRUNN 22:24. Der UHC Hollabrunn bleibt auf der Überholspur, feierte im zweiten Play-off-Spiel den zweiten Sieg und ist voll auf Kurs Richtung Semifinale.

Auf der Überholspur war am Sonntag aber auch Manager Gerhard Gedinger. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

„Gespannt, ob demnächst Post ins Haus flattert“

Denn Gedinger gab sich selbst vor dem Spiel einen Spezialauftrag, holte Clemens Spenling direkt von einem Fortbildungskurs ab und schaffte es, den späteren Matchwinner – Spenling erzielte sechs Treffer und wurde zum Man of the Match gewählt – in rekordverdächtigen eineinhalb Stunden von Wien zur Grazer Halle zu chauffieren.

„Ich bin schon gespannt, ob demnächst Post ins Haus flattert“, schmunzelt der Manager in Erwartung eines möglichen Strafmandats.

Vor einem solchen müssen sich seine Handballer übrigens nicht fürchten. Denn die bewiesen in einem mehr als ausgeglichenem Spiel, dass sie derzeit Nerven aus Stahl haben. Vier Minuten vor dem Ende verwandelte zunächst Florian Wulz einen Siebenmeter zum 21:21-Ausgleich, gleich darauf parierte Keeper Mario Dubovecak einen Strafwurf der Hausherren.

Spenling und Kristof Gal, der nach starker erster Halbzeit in der zweiten manngedeckt wurde, legten einen Zwischenspurt ein, stellten auf 23:21 für die Gäste, die nach dem neuerlichen Anschluss der Grazer die letzte halbe Minute routiniert runterspielten und durch Anze Kljajic den Schlusspunkt setzten.

Nun wartet Kljajic‘ Ex-Klub Kärnten. Wieder auswärts. Gedinger ist guter Dinge: „Wir haben sie im Grunddurchgang zweimal besiegt. Warum also kein drittes Mal?“ Mit einem Sieg wäre das Halbfinale praktisch fast geschafft.

Fraglich beim UHC ist Sebastian Zahlbruckner, dem in Graz ein Gegenspieler aufs Knie fiel – eine MR-Untersuchung steht noch aus.