Erstellt am 22. September 2015, 08:34

von Cornelia Grotte

Voller Erfolg bei Special Olympics. Zum ersten Mal war Zellerndorf der Austragungsort für die Special Olympics.

Medaillensegen für Zellerndorf: Ernst Schweighofer, Rene Kiechl, Betreuer Markus Binder, Alexander Liedl (hinten), Ernest Skamovsky, Pierre Kasteliz, Wolfgang Dorer, Ernst Zarl und Helmut Fehringer räumten ab. Foto: Schleich  |  NOEN, Schleich

„Ein Traum geht in Erfüllung“, sagte der Sportler Jochen Mord bei der Eröffnungsfeier über den Bewerb, der in seiner Heimatgemeinde stattfinden sollte. Die Marktgemeinde Zellerndorf war vergangene Woche erstmals Austragungsort der Einzel- und Mannschaftsbewerbe im Asphaltstockschießen.

Rund 215 Sportler mit Behinderung aus sieben Bundesländern waren der Einladung zu den 17. Österreichschen Meisterschaften im Stockschießen gefolgt. Am 15. September wurde das Event feierlich eröffnet. Hinter der Musikkappelle aus Zellerndorf marschierten die Atlethen auf den Fußballplatz des SV Zellerndorf ein.

Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Markus Baier, folgten Grußworte von Alexander Bodmann, dem Geschäftsführer der Caritas der Erzdiözese Wien.

Lob für die Arbeit der freiwilligen Helfer

Auch Special Olympics Präsident Hermann Kröll, Caritas Präsident Michael Landau und Sozial-Landesrätin Barbara Schwarz richteten Grußworte an Zuschauer und Sportler.

„Der Mut und das Engagement aller Teilnehmer sind bewundernswert. Die Wettbewerbe stellen für alle eine Möglichkeit dar, Selbstvertrauen, Leistungsstärke und Zielstrebigkeit zu zeigen“, sagte Landesrätin Schwarz, welche auch die Mitarbeit der zahlreichen freiwilligen Helfer lobte. Denn diese kamen nicht nur aus Zellerndorf, sondern auch von der HLT für Tourismus Retz. Auch der Verlag Lexis Nexis stellte für zwei Tag rund 30 Mitarbeiter für das Event zur Verfügung.

Barbara Salzer von der Bezirkshauptmannschaft Hollabrunn nahm stellvertretend für alle Athleten den olympischen Eid dem Zellerndorfer Sportler Wolfgang Dorer ab. Nach der niederösterreichischen und österreichischen Hymne, die die Musikkappelle Zellerndorf vortrug, wurde die olympische Fahne bei der Stocksportanlage gehisst.

Am zweiten Veranstaltungstag konnten die Sportler ihr Können in der Einzeldisziplin Ziel- und Lattenschießen messen. Am Nachmittag starteten dann die Mannschafts- und Unified-Mannschaftsbewerbe.

Fünf Medaillen für fünf heimische Sportler

Die heimischen Sportler konnte in den Einzelbewerben gleich mehrere Medaillen einheimsen. Die SSV Zellerndorf-Sportler Helmut Fehringer, Ernst Zant und Pierre Kasteliz erkämpften sich eine Goldmedaille. Für Wolfgang Dorer gab es eine Silbermedaille. Alexander Liedl und Ernst Schweighofer konnten sich Bronze schnappen.

„Es war ein ganz tolles Erlebnis. Bei den Wettkämpfen waren die Sportler sehr emotional und top motiviert dabei“, so SSV Zellerndorf-Betreuer Markus Binder, „Wir vom Verein hatten 14 Teilnehmer dabei. Es war sehr aufbauend für die Sportler. Sie sind alle sehr glücklich und zufrieden mit ihren Leistungen.“

Auch der ehemalige Obmann des SSV Zellerndorf und Vorsitzender des Organisationskomitees, Dietmar Heidenreich ist mit dem Ablauf der Meisterschaften im Stockschießen von Special Olympics zufrieden: „Die Veranstaltung ist gut abgelaufen. Ohne Streit oder Schwierigkeiten. Von Veranstalterseite sind über die gute Zusammenarbeit mit der Caritas und dem SSV Zellerndorf sehr zufrieden.“