Hollabrunn

Erstellt am 10. August 2016, 06:32

von Kevin Kada

Tribelnig und Gedinger: „Neue Halle notwendig“. Sportunion-Hollabrunn-Präsident Johannes Tribelnig und UHC-Manager Gerhard Gedinger sind sich einig: „Wir brauchen in Hollabrunn eine echte Sporthalle.“

Die Hollabrunner Sporthalle hat langsam, aber sicher ausgedient. Die heimischen Vereine wünschen sich eine neue Dreifachhalle.  Foto: NÖN  |  NÖN

Die Hollabrunner Sporthalle oder auch Mehrzweckhalle für Clubbings und Bälle ist abermals Gesprächsthema in Hollabrunn. Denn aufgrund der mangelnden Hallenzeiten in den restlichen Sportstätten in Hollabrunn können die ansässigen Teams schon lange nicht mehr die sportlichen Tätigkeiten so ausüben, wie es möglich wäre.

Auslastung und auch Kosten sind das Problem

„Wir mussten den Aufstieg in die Volleyballbundesliga unserer Spielgemeinschaft bei den Herren ablehnen, weil wir in Hollabrunn gar nicht den Platz dafür haben“, so Sportunion- Präsident Johannes Tribelnig zur aktuellen Hallensituation. Denn wegen Schulaktivitäten, Eltern-Kind-Turnen, Tischtennis und anderer Sportarten gemeinsam mit Hallenfußball im Winter und Handball sowie Volleyball sind die heimischen Sporthallen ausgelastet.

Oft ist aber nicht nur die Auslastung das Problem, sondern es sind vor allem auch die Kosten. „In manchen Gemeinden bekommen Sportvereine die Hallenkosten am Ende des Jahres als Gesundheitsförderung refundiert. In Hollabrunn ist das nicht so“, gibt Tribelnig zu bedenken.

Die steigenden Kosten in den vergangenen Jahren, nicht nur im Hallen, sondern auch im Trainerbereich werden eine Preisanhebung in der Sportunion fast unvermeidbar machen. „Irgendwann werden wir nachziehen und die Mitgliedsbeiträge erhöhen müssen. Auch wenn es bitter ist, denn unser oberstes Anliegen ist es, dass sich die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen regelmäßig bewegen“, kündigt Tribelnig an.

Gedinger: „Dreifachhalle wäre wünschenswert“

Ein anderes Problem haben die Hollabrunner Handballer. Zwar haben sie in der Sporthalle so etwas wie eine Vormachtstellung, doch auch hier wird man immer wieder mit Problemen konfrontiert. Der herausnehmbare Parkettboden bedarf einiges an Auf- und Abbauzeit. Daher ist es für die Handballer oft nicht möglich, während der Schulzeit auf dem Parkettboden zu trainieren oder zu spielen.

Gerade die Handballer sind auf die einzige Normhalle in Hollabrunn angewiesen, so UHC-Manager Gerhard Gedinger: „Wir brauchen ein Feld von mindesten 40 mal 20 Metern. Das gibt es nur in der Sporthalle. Wenn wir die dann aber nicht nutzen können, dann müssen wir zum Trainieren in andere Städte ausweichen. Das ist natürlich nicht optimal.“

Wünschenswert wäre, so UHC-Manager Gerhard Gedinger, eine Dreifachhalle: „Wir erwarten die konkreten Pläne des Campusprojekts. Wünschenswert wäre, dass man im Zuge dessen nicht zwei Turnsäle, sondern eine Dreifachhalle baut. Denn wenn die nicht kommt, dann wird in naher Zukunft sicher keine neue Halle gebaut werden.“

Gedinger sieht in einem möglichen Neubau eine Chance für alle Hallensportarten in Hollabrunn: „Das wäre für uns ein Novum. Vergleichbar mit dem neuen Klubhaus des Fußballvereins.“