Erstellt am 23. März 2016, 03:14

von Bernd Dangl

Zu wenig clever: UHC verliert Derby. Kein Spielglück, dazu eine rote Karte für Kristof Gal: Hollabrunn blieb in St. Pölten ohne Chance.

Durchgesetzt. Nicht nur in dieser Szene gegen St. Pöltens Andras Nagy (vier Treffer) hatten die Hollabrunner (links: Milan Ivanovic, rechts: Clemens Spenling) das Nachsehen. Der UHC unterlag mit 24:31. Foto: Stumpfer  |  NOEN, Stumpfer

ST. PÖLTEN - HOLLABRUNN 31:24. Zweimal hatten die Hollabrunner St. Pölten zuletzt in die Knie gezwungen, jetzt folgte die Revanche. Hollabrunn musste sich im direkten Duell um Platz eins auswärts mit 24:31 geschlagen geben.

War‘s auch diese klare Angelegenheit, die das Ergebnis vermuten lässt? Noch dazu, wo sich der Rückstand zur Pause mit 14:16 in Grenzen hielt … „Wenn eine Mannschaft besser ist, dann fällt es leichter, eine Niederlage zu akzeptieren. Aber so?“, fragte sich Hollabrunns Manager Gerhard Gedinger nach der Nullnummer seiner Truppe.

Die Schlüsselszene erfolgte unmittelbar vor der Pausensirene: Kristof Gal trat zum Siebenmeter für Hollabrunn an, traf dabei St.-Pölten-Keeper Wolfgang Filzwieser am Kopf. Der ging zu Boden, vehemente Proteste der Gastgeber folgten.

Letzten Endes stellte das steirische Schiedsrichter-Duo den Ungarn mit „Rot“ vom Parkett. Ein Schock für Hollabrunn. Auch für Manager Gedinger: „Auch wenn wir denken, dass sich Filzwieser vorher bewegt hat, der Ausschluss dann nicht gerechtfertigt gewesen wäre: Da muss Gal einfach cleverer sein.“

Semifinale für Hollabrunn ist fix

Generell zog sich von Beginn weg ein roter Faden Richtung Desorientiertheit durch das Hollabrunner Spiel: So kassierte Gal bereits in Minute zwei die erste Zeitstrafe, dazu erwischte Keeper Mario Dubovecak nicht seinen besten Tag. Im zweiten Abschnitt waren die Gäste schließlich komplett von der Rolle, hatten den St. Pöltnern nichts mehr entgegenzusetzen.

Das Semifinal-Ticket haben die Hollabrunner trotz dieser Niederlage dennoch gebucht, denn: Ferlach setzte sich in Kärnten durch, damit sind die Klagenfurter bereits fix Fünfter und ohne Chance auf einen Top-4-Platz.