Erstellt am 29. Juni 2016, 03:10

von Bernd Dangl

Silberbauer mit Platz 16 bei der EM. In seinem ersten dritten Triathlon seiner Karriere landete der Buchberger Andreas Silberbauer in Europas Spitze!

Beim Streckenbesichtigen in der Schweiz war noch Zeit für ein Selfie: Andreas Silberbauer (r.) und Staatsmeister Norbert Dürauer. Foto: privat  |  privat

Wahnsinn dieser Andreas Silberbauer. Erst vor wenigen Wochen gab er sein Triathlon-Debüt, bereits bei seinem zweiten Bewerb, der Staatsmeisterschaft am Wolfgangsee löste er mit Platz zwei das Ticket für die Cross-Europameisterschaft in der Schweiz. Und dort landete der 24-jährige Buchberger nun mitten in Europas Spitze – Platz 16!

„Für das, dass es erst mein dritter Triathlon war, bin ich mehr als zufrieden“, so Silberbauer, der die wahre Schrecksekunde noch vor dem Abflug in die Schweiz hatte. Am Vorabend schob er in der Heimat noch eine Trainingseinheit ein, wobei die Schalteinheit am Rad kaputt ging. Erst um 22 Uhr kam er damit zur Werkstatt, wo Peter Horner den Schaden reparierte. Damit stand dem Trip zur EM nichts mehr im Weg.

Beim Schwimmen („meine schwächste Disziplin“) verlor Silberbauer sechs Minuten auf die Spitze, kletterte als 99. aus dem Wasser. Bei widrigen, regnerischen, schlammigen Bedingungen machte der Waldviertler am Rad-Turn aber viele Plätze wett, hatte sich da bereits auf Rang 37 vorgeschoben.

Beim abschließenden Lauf spielte Silberbauer seine Qualitäten voll aus, schob sich noch auf Gesamtrang 16 vor – eine tolle Platzierung für den Newcomer inmitten der Triathlon-Profis! Österreichs Staatsmeister Norbert Dürauer nahm er satte sechs Minuten ab. Den Sieg holte sich der Spanier Ruben Ruzafa.

„Wenn ich mich beim Schwimmen verbessere, sind die Top-10, vielleicht sogar eine bessere Platzierung drinnen“, so Silberbauers Kampfansage.