Erstellt am 14. Oktober 2015, 05:52

von Philipp Schneider und Bernd Dangl

Eggenburg setzte sich im Derby durch. Der UHC Eggenburg kontrollierte die Partie gegen die Union Horn und entschied das Derby mit 24:21 für sich.

Hier konnte Christpher Zellner seinen Gegenspieler Stefan Schmidberger festklammern. Am Ende mussten sich die Horner aber in Eggenburg mit 21:24 geschlagen geben. Foto: Karl Stöger  |  NOEN, Karl Stöger

EGGENBURG - HORN 24:21. Fast einen Start-Ziel-Sieg feierten die Eggenburger im Derby gegen Hor. Nur zu Beginn konnten auch die Gäste die eine oder andere Führung verbuchen.

„Wir wollten eigentlich die gute Halbzeit gegen Korneuburg verdoppeln, nur leider haben wir die falsche Halbzeit verdoppelt“, sagte ein sichtlich enttäuschter Horn-Keeper Stefan Bayer nach der „verdienten“ Niederlage im Derby gegen Eggenburg.

In einer schwachen Partie kam in der Eggenburger Stadthalle trotz knappem Spielverlauf nur selten richtige Derby-Stimmung auf. Die Gastgeber lagen den Großteil der ersten Hälfte voran, wenn auch meist nur knapp. Nach 30 Minuten betrug die Führung einen Treffer.

Die ersten vier Tore nach der Pause gingen auf das Konto der Eggenburger. Die Horner kämpften sich zwar auf 17:17 bzw. 20:20 heran, doch Christian und Michael Schörg fixierten mit jeweils zwei Treffern in der Schlussphase den Sieg für Eggenburg.

„21 erzielte Tore sind einfach zu wenig“

„Wir waren im Angriff viel zu wenig gefährlich, haben die Verteidigung nicht unter Druck setzen können“, bilanzierte Bayer. „Die Verteidigungsleistung war zwar passabel, aber 21 erzielte Tore sind einfach zu wenig. Wir haben viel zu viel vor der gegnerischen Deckung hin und her gespielt, ohne Druck aufzubauen. Dadurch war es sehr einfach, gegen uns zu verteidigen.“

Der Torhüter zeigte sich enttäuscht ob der „vielen Baustellen“, die sich neu auftun, „obwohl das eigentlich funktionieren sollte und im Training auch funktioniert. Natürlich haben uns David Silhavy und Jiri Frimmel vor allem als Werfer gefehlt, aber das darf keine Ausrede sein.“

Aufseiten der Sieger zeigte man sich zwar mit dem Resultat zufrieden, nicht aber mit der Leistung. „Irgendwie war‘s ein Spiel Not gegen Elend“, meinte UHC-Manager Christian Lentschig, der „drei Mannschaften“ am Parkett sah. „Eggenburg, Horn und das Schiedsrichter-Duo, das hüben wie drüben kuriose Entscheidungen pfiff.“