Erstellt am 24. Februar 2016, 04:14

von Philipp Schneider und Bernd Dangl

Fehlerhafte Horner verloren das Spiel. Landesliga | Zweimal hatte Horn die SG Langenlois/Krems diese Saison schon gebogen. Diesmal stolperten sie über sich selbst.

Im Gegensatz zu den vorigen Spielen schlichen sich bei den Hornern zu viele Fehler in der Offensive, als auch in der Defensive ein. Moritz Steinhauser (rechts) traf beim 26:29 gegen die SG Langenlois/Krems (links: Keeper Christoph Hagenauer) zweimal. Foto: Karl Stöger  |  NOEN, Karl Stöger

HORN - LANGENLOIS/KREMS 26:29. „Langenlois/Krems war heute die bessere Mannschaft. Das muss man anerkennen. Sie haben sich sehr gut auf uns vorbereitet, ihnen ist auch vieles aufgegangen. Wir waren hingegen im Angriff zu ungefährlich und in der Deckung zu wenig aggressiv“, sagte Torhüter Stefan Bayer nach der Heimniederlage.

Dabei erwischten die Horner einen hervorragenden Start, gingen mit fünf Toren in Führung (9:4 bzw. 10:5). Doch nach einer Zwei-Minuten-Strafe verloren die Gastgeber völlig den Faden und kassierten innerhalb von zwölf Minuten 13 Tore. Nach der Pause kamen die Horner Handball nur noch einmal bis auf einen Treffer heran.

„In diesen Phasen haben wir jedoch immer wieder Fehler eingestreut, die zu leichten Toren für Langenlois/Krems geführt haben“, so Bayer. Im Angriff fanden die Gäste immer wieder Wege, um die Lücken der Verteidigung auszunutzen.

Auf der anderen Seite war man mit Würfen aus der zweiten Reihe häufig nicht erfolgreich. „Langenlois/Krems hat sich in der bisherigen Saison unter Wert verkauft. Wir haben also mit einem starken Gegner gerechnet. Leider konnten wir nicht gut genug dagegen halten. Die Ausfälle am Kreis, Jiri Frimmel und Michael Bünger, haben uns ebenfalls wehgetan. Aber vielleicht war das ein Dämpfer zur rechten Zeit“, hofft Bayer.

TULLN - EGGENBURG 28:28. Von einem „gewonnen“, aber auch „verlorenen“ Punkt sprach Eggenburgs Manager Christian Lentschig nach dem 28:28-Remis seiner Truppe in Tulln. „Der Sieg wäre drinnen gewesen, so sind wir aber auch mit dem X zufrieden.“

Mit „so“ spielte Lentschig vor allem auf den Einsatz von Johann Schmölz aufseiten der Tullner an. Den der ehemalige HLA-Spieler, der im Laufe seiner Karriere in Österreichs höchster Leistungsstufe 378 Treffer erzielte, spielte auch gegen Eggenburg auf, netzte insgesamt zehnmal ein.

Dem hatten die Gäste aber einen starken Sebastian Hutecek entgegenzusetzen, der achtmal traf. In der ersten Halbzeit liefen die Eggenburger dem Gegner bezüglich Tore meistens nach, im zweiten Abschnitt war‘s eher umgekehrt. Wirklich abzusetzen vermochte sich aber kein Team. Als Tulln wenige Sekunden vor dem Ende 28:27 führte, schlug Michal Adam zu, rettete das 28:28.

Am Samstag möchte Eggenburg nun Leader Korneuburg (14 Siege in 14 Spielen) zu Fall bringen. „Wollen wir Rang zwei holen, dann brauchen wir zwei Punkte“, meint ein optimistisch gestimmter Christian Lentschig.