Eggenburg , Horn , Tulln , Stockerau

Erstellt am 05. April 2017, 02:44

von Bernd Dangl und Philipp Schneider

Eggenburg bezwang Titelanwärter. Eggenburg lieferte mit dem Sieg in Tulln nicht nur eine Sensation, sondern leistete auch Schützenhilfe für Tabellenführer Korneuburg. Im Unteren Play-off ist Horn durch.

Florian Ruf (beim Wurf) war nur Topscorer seines Teams, sondern erzielte wenige Sekunden vor dem Ende auch den alles entscheidenden Treffer für Eggenburg in Tulln.  |  Karl Stöger

Meister Play-off: TULLN - EGGENBURG 29:30. 

Erst am vorigen Spieltag stoppte Tulln den Erfolgslauf von Dominator Korneuburg, stieg selbst wieder ins Landesliga-Titelrennen ein. Nun nahm der Höhenflug ein abruptes Ende – und zwar gegen Eggenburg! Und das, obwohl die Gäste ohne die in der Bundesliga engagierten Hutecek-Brüder Sebastian und Lukas sowie ohne einen zweiten Keeper auskommen mussten.

Christian Lentschig, der in Abwesenheit von Trainer Alexander Hutecek, fürs Coaching zuständig war, lobte: „Wir sind in der Verteidigung sehr kompakt gestanden und haben im Angriff konzentriert gespielt.“ Zwar liefen die Eggenburger zunächst immer wieder einem Rückstand hinterher, nach einem Time-Out nach 16 Minuten kamen sie aber besser in die Partie. Sechs Treffer in Folge machten aus einem 7:10-Rückstand einen 13:10-Vorsprung! Dieser wurde bis zur Halbzeit ausgebaut, der UHC führte da mit 19:14.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts kamen die Tullner aber wieder auf. „Weil wir nicht konzentriert und zu nachlässig waren“, so Lentschig, dessen Truppe aber einen knappen Vorsprung verteidigte. Nach 51 Spielminuten war‘s aber so weit: Tulln glich zum 27:27 aus, schien die Partie doch noch für sich entscheiden zu können. Doch Eggenburg zog auf 29:27 davon, um danach wieder den Ausgleich zu kassieren. Nach einem weiteren Time-Out der Gäste war es schließlich Florian Ruf, der zwölf Sekunden vor Schluss den Lucky Punch setzte.

Abstiegs Play-off: STOCKERAU - HORN 25:34.

„Nach den letzten Ergebnissen waren wir doch etwas verunsichert. Deshalb hat der Sieg heute sehr gutgetan“, freute sich Torhüter Stefan Bayer nach dem ersten vollen Erfolg im Unteren Play-off. Mit dem Sieg in Stockerau ist auch der Abstieg wohl kein Thema mehr und nur noch theoretisch möglich.

„Die Jungen wollten sich vielleicht etwas zu sehr beweisen.“Stefan Bayer, Routinier der Union Horn über das ungestüme Auftreten seiner jungen Mitspieler.

Die Horner starteten konzentriert, Andreas Bauer zeigte sich erneut als sicherer Rückhalt im Tor. Auch die Angriffe wurden mit der nötigen Geduld vorgetragen. Gegen Ende der ersten Halbzeit schlichen sich aufgrund zahlreicher Wechsel etliche Fehler ein, Stockerau kam bis zur Pause bis auf drei Treffer heran. „Die Jungen wollten sich vielleicht etwas zu sehr beweisen, aber alles in allem hat die gesamte Mannschaft einen sehr guten Job gemacht“, so Bayer.

Auch der Anfang der zweiten Hälfte gehörte wieder den Gästen, die in weiterer Folge auch nichts mehr anbrennen ließen. „Großes Kompliment an Andreas Bauer, der wieder sehr stark gespielt hat“, lobte Bayer seinen Torhüter-Kollegen. „Auch Jakub Sulc hat in der Verteidigung viele Aktionen des stärksten Angreifers unterbunden. Auf dieser Basis hat sich die gesamte Mannschaft mitreißen lassen.“