Erstellt am 14. Oktober 2015, 06:07

von Bernd Dangl

Nach 223 Tagen war Horns Auswärts-Leidenszeit vorbei. Mit dem 3:1-Erfolg beim Sportklub feierte der SV Horn den ersten Auswärtssieg seit 28. Februar!

Kapitän Aleksandar Djordjevic (links) ist einer der Relikte vom Horner Kader der Vorsaison. Seit August 2014 durfte er sich mit den Fans über genau drei Auswärtssiege seines SV Horn freuen. Foto: Karl Stöger  |  NOEN, Karl Stöger

Lange Zeit war Zittern angesagt, doch dann die Erlösung: In der 89. Spielminute gegen den Wiener Sportklub präsentierte sich Horns Zehner Miroslav Milosevic einmal nicht als Vorbereiter, sondern als Vollstrecker und rollte einen Stanglpass von David Oberortner zum alles entscheidenden 3:1 ins Netz.

Auch der letzte Auswärtsdreier gelang in Wien...

Ein seltenes Glücksmomentum für die mitgereisten Horner Fans, oder für die, die das erstmalige Live-Streaming einer Horner Auswärtspartie via Internet mitverfolgten.

Denn: Satte 228 Tage musste der Verein auf einen Auswärtssieg warten – am 28. Februar gewann Horn zum Rückrunden-Auftakt der Ersten Liga mit 5:2 beim FAC.

Freilich: Mit Kapitän Aleksandar Djordjevic und Goalie Philip Petermann standen nur zwei Akteure von damals diesmal in der Startelf. Doch auch vor diesem Erfolg war schon eine lange Auswärtsdürre überwunden. Denn auch da musste Horn nach dem 1:0 bei Austria Lustenau 189 Tage auf einen Dreier warten …

„Gegen uns stellen sich viele sehr tief auf“

Nach dem Sportklub-Spiel war aber Freude angesagt: „Ein Sieg tut immer gut. Besonders jetzt, da die Spieler gesehen haben, dass wir auch auswärts drei Punkte einfahren können“, weiß Trainer Hans Kleer um den psychologischen Effekt dieses Sieges.

Warum es auswärts bisher nicht wie gewünscht lief? „Gegen uns stellen sich viele Gegner sehr tief auf, geben oft noch etwas mehr als die berühmten 100 Prozent“, meint Sportdirektor Reinhard Vyhnalek. Torhüter Philip Petermann oder Kapitän Aleksandar Djordjevic hatten zuletzt auch andere Gründe parat.

Dass in Horn die Bedingungen – angefangen vom Rasen bis hin zum Flutlicht – besser wären und so dem technisch versierten Spiel ihres Teams entgegen kommen würde, während das auswärts wegfällt.

Für Sportdirektor Reinhard Vyhnalek ist klar, dass auch auswärts regelmäßig gewonnen werden muss: „Nur daheim gewinnen und auswärts manchmal punkten wird am Ende für den Meistertitel nicht reichen.“