Erstellt am 25. November 2015, 04:48

von Philipp Schneider und Bernd Dangl

Nullnummer für die Bezirksteams. Horn kassierte bei Stockerau eine herbe Abfuhr, Eggenburg knickte bei Langenlois/Krems in der zweiten Hälfte ein.

Kein Vorbeikommen. Da konnte sich Horns David Capek (vorne) noch sehr in Zeug legen - gegen Stockeraus Defensive richtete auch der tschechische Legionär nicht viel aus. Foto: privat  |  NOEN, privat
STOCKERAU - HORN 32:22. „Wir haben eine tolle Halbzeit gespielt, sind in Halbzeit zwei aber wieder in alte Muster mit Hektik und vielen technischen Fehlern gefallen“, sagte Trainer Wolfgang Lorenz nach einem kuriosen Spiel.

Die Horner nahmen den Schwung vom Tulln-Spiel der Vorwoche mit, fanden nach anfänglichem Rückstand schnell in die Partie zurück und gingen mit einem knappen Vorsprung in die Pause. „In dieser Phase haben vor allem die Jungen aufgedreht und Schwung in unser Spiel gebracht. In der zweiten Halbzeit habe ich zunächst wieder unsere erfahreneren Spieler eingesetzt und wohl zu spät wieder auf unsere Youngsters gesetzt“, zeigte sich Lorenz selbstkritisch.

Die Vorentscheidung fiel innerhalb von fünf Minuten, als die Stockerauer sechs Tore hintereinander erzielten und von 16:16 auf 22:16 stellten. Danach war bei den Gästen die Luft draußen, während die Gastgeber die Partie souverän und abgeklärt nach Hause spielten.

Zumindest der zweite Torhüter Andreas Bauer – Stefan Bayer fiel aus – konnte in dieser Phase eine Talentprobe abgeben. „Die zweite Halbzeit war zwar ein Rückschritt, aber ich bin überzeugt, dass wir daraus lernen werden. Insgesamt bin ich mit der Entwicklung zufrieden. Es formt sich langsam eine richtige Mannschaft“, so Lorenz.

LANGENLOIS/KREMS - EGGENBURG 31:27. Eggenburg kommt einfach nicht raus aus dem Tabellenkeller, kassierte die nächste Niederlage. „Zehn Minuten schlecht spielen und alles ist vorbei“, konnte es UHC-Manager Christian Lentschig nicht fassen. denn in einem ausgeglichenen Match zogen die ohnehin dezimierten Gastgeber erst ab der 40 Minute vorne weg und spielten zeitweise einen Vorsprung von sechs Toren (26:20 in Minute 49) heraus.

Die doppelte Manndeckung auf Florian Brunner und David Kainrath sorgte dann doch noch für Nervosität in den Kamptaler Reihen, doch den Anschluss sollte der UHC nicht mehr schaffen.

„Bei uns schlagen sich derzeit alle unter Wert“, so Lentschig. Vor allem Keeper Pavel Oppelt hätte nicht die Form des Vorjahres. „In 1:1-Duellen glänzt er, aber bei Würfen aus der zweiten Reihe ist er derzeit leider nicht gut drauf.“

Lentschig hofft, dass sein Team bald den Turnaround schafft, die Meisterschaftspause für den UHC käme gerade zur rechten Zeit. „Jetzt gilt es, ordentlich zu trainieren, und auf das Derby vorbereiten“ Denn am 6. Dezember gastieren die Eggenburger beim Lokalrivalen Horn – dann könnte es schon ein schicksalsträchtiges Aufeinandertreffen sein, wenn es um den letzten Tabellenplatz in der Landesliga geht …