Erstellt am 06. Januar 2016, 03:58

von Bernd Dangl

Trainer Lorenz: „Momentan läuft es einfach bei uns“. Union Horn-Trainer Wolfgang Lorenz über den Höhenflug, Rivale Eggenburg und den Ex-Partner Waidhofen.

»Da geht's lang!« Nach einer langen sportlichen Durststrecke hat die Union Horn die Kurve gekratzt. Trainer Wolfgang Lorenz (Bild) peilt nun Platz drei in der Landesliga an. Foto: Karl Stöger  |  NOEN, Karl Stöger

Dreimal in Serie Letzter der Handball-Landesliga, dazu auch in dieser Saison ein schwacher Start. Doch plötzlich ist die Union Horn Tabellendritter. Warum diese Wandlung?
Wolfgang Lorenz: Momentan läuft es einfach bei uns! Also ich kenne natürlich schon die Gründe dafür. Die Vorbereitung im Sommer war alles andere als optimal, wir waren kaum komplett. Dazu haben die Jungen, von denen wir sehr viele im Kader haben, doch eine Zeit gebraucht, bis sie sich an alles gewöhnt haben. Und zuletzt haben wir mit Jakub Sulc einen neuen Legionär bekommen, der uns noch viel Freude machen kann. Doch auch da darf man sich nicht gleich zuviel erwarten. Ein David Capek etwa hat auch ein Jahr gebraucht, bis er sich auf unsere Spielweise eingestellt hatte.

Werden die Saisonziele nach dem aktuellen Höhenflug nun neu definiert?
Wichtig ist, dass wir jetzt einmal vom letzten Platz weg sind. Aber natürlich wollen wir uns vorne halten. Platz eins ist sowieso an Korneuburg vergeben, Zweiter wird Stockerau werden. Also kämpfen wir um Platz drei. Wobei wir den Stockerauern ja auch ein Unentschieden abgerungen haben.

Letzter ist aktuell der ewige Rivale Eggenburg, in dessen Schatten Horn in den vergangenen Jahren stand …
Die werden das nicht auf sich sitzen lassen wollen und zurückschlagen. Generell bin ich aber froh, dass sich das gehässige Verhältnis nun entspannt hat und sich rein auf das sportliche Kräftemessen beschränkt.

Von der Loslösung des jahrelangen Partner Waidhofen (Anm.: Waidhofen spielt als eigenständiger Verein seit der Saison 2014/15 in der 2. Landesliga) hat sich Horn nun erholt?
Es war ja immer das Ziel, dass Waidhofen einen eigenen Verein etabliert. Meiner Meinung nach kam dieser Schritt aber etwas zu früh. Ich wünsche ihnen, dass sie den eingeschlagenen Weg durchhalten.

Um Horn muss man sich also keine Zukunftssorgen machen?
Absolut nicht! Wir haben zwar jetzt eine kleine Lücke im Nachwuchs, aber die können wir überbrücken. In der U14 sehe ich schon einige Talente heranreifen.