Erstellt am 03. August 2016, 03:10

von Christopher Eckl und Michael Salzer

Doppel-Bronze für Wolfgang Lachmayr. Bike-Horner-Athlet landete zweimal am Altersklassen-Stockerl. Der Gesamtsieg ging nach Salzburg.

„Iron Alex“ drehte die Zeit zurück. Beim Waldviertler Eisenmann in Litschau stieg Alexander Frühwirth sensationell als Erster aus dem Wasser. 84 Rad- und 21 Laufkilometer später holte er sich Staatsmeisterschafts-Bronze und krönte sich zum ältesten Edelmetall-Gewinner in der heimischen Triathlon-Historie.  |  Michael Salzer

Im Rahmen der elften Auflage des „Waldviertler Eisenmann“ (WEM) in Litschau wurde die Österreichische Staatsmeisterschaft über die Mitteldistanz (2,3 km Schwimmen, 84 km Radfahren, 20 km Laufen) ausgetragen.

Weil Thomas Steger, vor einem Jahr Sieger mit Streckenrekord, wegen einer Knieverletzung kurzfristig absagen musste, war der Weg frei für Christian Birngruber: Der Salzburger eroberte souverän seinen dritten Staatsmeister-Titel, den ersten auf dieser Distanz. Wesentlich spannender verlief der Kampf um Rang eins im Damenbewerb: Simone Kumhofer (TV Zell am See) holte, trotz Zeitstrafe, mit der Gesamtzeit von 4:52:27 Stunden ihren ersten Titel. Lisi Gruber (SU Tri Styria) holte in der Schlussphase mächtig auf, folgte mit nur 25 Sekunden Rückstand.

Triathlon-Geschichte hat in Litschau ein Waldviertler geschrieben. Der ewig junge „Iron Alex“ Frühwirth drehte das Rad der Zeit gekonnt zurück, holte sich mit seinen 47 Lenzen Staatsmeisterschafts-Bronze. Damit krönte er sich zum ältesten Medaillengewinner in der heimischen Triathlon-Historie. „Sensationell! Das ist sicher einer meiner größten Erfolge in den letzten Jahren“, sprudelte es aus Frühwirth nach dem Rennen heraus.

Klasse Leistungen der Horner Athleten

Auch die Triathleten aus dem Horner Bezirk traten in Scharen in Litschau an. Herausgeragt hat am Ende des Tages Bike Horner-Athlet Wolfgang Lachmyr. Er landete auf dem bärenstarken Gesamtrang 37, eroberte nach einer langen Verletzungspause sowohl Staats- als auch Landesmeisterschaftsbronze in der Altersklasse M50. „Hier eine Medaille zu erreichen ist mehr als schwierig“, meinte Lachmayr nach dem Erfolgs-Rennen.

„Da ist keiner schlecht vorbereitet – man kann sich keine schwache Disziplin erlauben, wenn man vorne sein möchte.“ Weit vorne landete auch Lachmayrs Teamkollege Alexander Lehner (51. Gesamtplatz) sowie der Horner Reinhard Litschauer (Rang 64). Im Sprintbewerb holte sich Michaela Wolf den Sieg in der W35-Klasse. Auch Alexander Heili (73.) und Franz Eidherr (83.) trotzen den fast schon tropischen Bedingungen und finishten im Rahmenbewerb.