Erstellt am 17. Mai 2017, 05:17

von Markus Nurschinger

Werner Sallomon: „War ein richtiger Schritt“. Für die Klosterneuburger Dukes ist die Saison seit zwei Wochen zu Ende. Dukes-Obmann Werner Sallomon sieht Stärken und Schwächen beim „Projekt 2020“.

Dukes-Obmann Werner Sallomon und General Manager Roman Leydolf planen für die Zukunft.  |  NOEN, Filippovits

NÖN: Wie resümieren Sie die heurige Saison?
Werner Sallomon: Ich kann nur sagen, was wir mit dem „Projekt 2020“ begonnen haben, hat eigentlich eine gute Wendung genommen. Wir haben vorgehabt, etwas nicht so Populäres zu machen, uns einen Plan überlegt, der aus unserer Sicht vernünftig ist. Zwar haben wir dafür einige negative Meldungen bekommen, aber irgendwann muss man damit anfangen. Es war der Beginn einer Idee. In Summe muss man sagen, es waren viele positive aber natürlich auch einige negative Sachen dabei.

Die Leute haben mit der Zeit verstanden, worum es geht

Was war aus Ihrer Sicht positiv und was negativ?
Wir haben gesehen, dass unser Schritt richtig war und es sich in eine gute Richtung entwickelt, das ist sehr positiv. Die Leute haben mit der Zeit verstanden, worum es geht. Es war für uns wichtig, auch einmal durchzuatmen, speziell in einer Saison, in der keiner Absteigen kann, und die Möglichkeit besteht, eine gute Basis zu schaffen. Das ist uns sehr gut gelungen. Es geht nicht immer nur ums Gewinnen, so ein Prozess muss halt einmal gestartet werden. Die Jungs sind in diesem Jahr an ihrer Aufgabe gewachsen, das war sehr positiv. Negativer Höhepunkt war sicher die Verletzung von Kapitän Romed Vieider, das hat uns schon sehr weh getan. Aber vor so etwas ist man nie gefeit.

Warum hat es mit den Legionären Maurice Barrow und Michael Ojo nicht geklappt?
Bei Barrow hat es einfach mit der Planung nicht geklappt. Ursprünglich war ja Laurence Müller bei uns eingeplant, als er, verständlicherweise, seiner Ausbildung den Vorzug gegeben hat, war Maurice einfach ein Spieler auf der falschen Position. Wir brauchten jemanden, der Clemens Leydolf entlastet. Spielerisch war Barrow gut, wir brauchten aber einen Guard. Daher haben wir uns mit ihm geeinigt und den Vertrag aufgelöst. Das war für uns beide ein guter Deal. Michael Ojo wäre als Entlastung für Leydolf gekommen, das Trainerteam hat aber entschieden, dass sie mit ihm nicht weiter planen wollen, daher musste er gehen. Manchmal hat man auch Pech mit Legionären.

Wer war die Entdeckung der Saison?
Ich möchte jetzt eigentlich keinen hervorheben. Alle haben ihre Sache gut gemacht. Besonders stark war allerdings Clemens Leydolf. Er musste in eine sehr wichtige Rolle mit viel Verantwortung schlüpfen und hat das sehr gut gemeistert. Auch Lenni Burgemeister hat seine Sache sehr gut gemacht. Alles in allem haben sich aber alle Jungs stark verbessert.

"Ich bin mit der Entwicklung zufrieden, aber es gibt sehr viel zu verbessern"

Was gilt es für die kommende Saison zu verbessern?
Da gibt es hundert Sachen. Ich bin mit der Entwicklung zufrieden, aber es gibt sehr viel zu verbessern. Das Schlimmste wäre, wenn die Jungs glauben, sie sind jetzt gut. Es wird in der kommenden Saison ein steiniger Weg, denn das Schwerste wird, sich in den kommenden zwei Saisonen weiter zu verbessern. Das ist ein Lernprozess und dafür dient die nächste Saison. Es wartet also genug Arbeit auf uns.

Gibt es schon fixe Neuzugänge? Auf welchen Positionen sind Neuerungen geplant?
Noch ist nichts fix. Wir freuen uns allerdings sehr auf die Rückkehr von Valentin Bauer, der aus Amerika wieder kommt. Mit ihm sind wir uns grundsätzlich einig, aber unterschrieben ist noch nichts. Er wäre vor allem eine super Ergänzung zu Clemens Leydolf auf der Guard-Position. Dann hätten wir zwei Klosterneuburger Point-Guards. Der Vertrag mit Jozo Rados läuft noch bis Ende Juni, diese Option lassen wir uns noch offen.