Erstellt am 30. Dezember 2015, 13:33

von Daniel Wertheim

Medaillen wie Heu. Taekwondo / Die 18-jährige Klosterneuburgerin Melanie Heuer hat Medaillen wie Heu: 46 Stück bisher - ein Ende nicht in Sicht. Viele Sportler arbeiten ein Leben lang dafür, eine Medaille bei nationalen oder internationalen Wettkämpfen zu gewinnen.

Melanie Heuer musste meist in höheren Gewichtsklassen antreten…  |  NOEN

Viele Sportler arbeiten ein Leben lang dafür, eine Medaille bei nationalen oder internationalen Wettkämpfen zu gewinnen. Die 18-jährige Klosterneuburgerin Melanie Heuer braucht jedoch schon bald ein eigenes „Medaillen-Zimmer“, denn sie hat Medaillen wie Heu.

Im zarten Altern von 8 Jahren kam Melanie über ihren Vater, der selbst Taekwondo ausübte, zum Tangun Taekwondo Club Tulln. Zart ist die 1,53 Meter und fast 44 Kilo leichte junge Dame immer noch, was bei den Kämpfen fast zu einem Nachteil wurde. Denn in ihrer Gewichtsklasse gab es kaum Gegner, also wurde sie regelmäßig in die Gewichtsklasse bis 52 Kilo hinaufgestuft. Was anfangs noch Respekt abverlangte, endete in großer Freude. In der Kategorie Kyourugi (Kämpfen) ist Heuer schon zweifache Österreichische Junioren-Meisterin, Wiener und Oberösterreichische Meisterin und holte sieben Silber- und eine Bronzemedaille.

„Es ist ein tolles Gefühl nicht nur in der eigenen Gewichtsklasse zu siegen. Ich war richtig stolz, nicht nur in die Klasse bis 52 Kilo hinaufgestuft worden zu sein, sondern dort dann auch zu gewinnen“, strahlt sie.

Dass Heuer ihre Technik perfekt beherrscht bewies sie in der Kategorie Poomsae (Formenlauf). Dort holte die zweifache Österreichische Junioren-Meisterin insgesamt 14 Goldmedaillen, acht Mal Silber und elf Mal Bronze bei Österreichischen Meisterschaften sowie Landesmeisterschaften.

Für 2016 hat sie bescheidene Ziele. „Nach kleiner Matura-Pause möchte ich erneut Österreichische Meisterin werden und die Prüfungen für den schwarzen Gürtel machen“, sind später aber auch internationale Auftritte vorprogrammiert.