Erstellt am 12. April 2017, 05:59

von Markus Nurschinger

Onea holt WM-Limit. Der Schwimmer des BSV Weißer Hof glänzte bei seinem ersten Wettkampf nach den erfolgreichen Paralympics.

Andreas Daniel Onea vom BSV Weißer Hof schaffte in Eindhoven das WM-Limit über die 100-Meter- Brust.  |  NOEN, privat

Andreas Onea bestritt am vergangenen Wochenende beim Swim Cup in Eindhoven seinen Saisonauftakt und bestätigte, gleich beim ersten Langbahnwettkampf nach den Paralympics in Rio, das geforderte internationale WM-Limit über 100-Meter-Brust.

Damit qualifizierte sich der Schwimmer des BSV Weißer Hof für die WM in Mexiko im Oktober. Der Deutsch-Wagramer absolvierte ein belastendes Programm mit insgesamt zehn Starts, davon viermal im Multi-Class-Finale und er zeigte besonders mit seiner Leistung über 50-Meter-Schmetterling auf.

In 30,30 Sekunden verpasste der Heeressportler seinen eigenen österreichischen Rekord um nur 0,04 Sekunden, platzierte sich damit aber am zweiten Platz im Finale der schnellsten acht Para-Athleten. Nach einer mehrmonatigen Wettkampfpause nach den erfolgreichen Paralympics in Rio startete Onea im ersten von drei Testwettkämpfen also erfolgreich in die neue Saison.

Beim renommierten Swim Cup in Eindhoven, wo Sportler mit und ohne Behinderung gemeinsam den Wettkampf bestreiten und dadurch ein exzellentes Inklusionsbeispiel abgeben, galt es aus der ermüdenden Vorbereitungsphase, ohne spezifischer Wettkampfvorbereitung, technisch hochwertige Schwimmleistung abzurufen. „Das war ein wichtiger Wettkampf für mich. Der Rhythmus kommt nach so einer langen Rennpause doch abhanden, da habe ich gemerkt, dass ich etwas gebraucht habe, um wieder reinzukommen. Da waren die vielen Starts zwar anstrengend, aber notwendig. Man vergisst schnell, wie lange sich so ein 50-Meter-Becken im Rennen anfühlt“, schmunzelt Onea.

„Mit der Zeit kann ich natürlich nicht vollkommen zufrieden sein, jedoch war das 100-Meter-Brust-Rennen eines der technisch saubersten, das ich jemals geschwommen bin. Das war auch das Ziel und durch die Trainingsermüdung fehlt noch die Geschwindigkeit. Das Ticket für die WM habe ich aber in der Tasche und bis Oktober kommt die Geschwindigkeit auch“, blickt der Paralymics-Bronzene zuversichtlich auf die Titelkämpfe. Bis dahin stehen im April noch die Para-Staatsmeisterschaften und die Weltcup-Prämiere in Sheffield am Plan.