Erstellt am 29. Oktober 2015, 05:17

von Daniel Wertheim

Pleite tat nicht weh, Sieg war erzittert. Dezimierte Dukes hielten gegen den Meister lange dagegen und feierten gegen Wels einen Pflichtsieg.

Duchgetankt. Jozo Rados (am Ball) traf all seine zehn Würfe und machte damit 21 Punkte (alleine 17 davon in Hälfte eins) - obwohl er foulbedingt nur 21 Minuten spielen konnte. Damit war er eindeutig der Matchwinner für die Dukes gegen Schlusslicht Wels.  |  NOEN, Michael Filippovits

DUKES KLOSTERNEUBURG - GÜSSING 55:66. Ein Duell mit einer ausführlichen Vorgeschichte. Der Wechsel von Moritz „Momo“ Lanegger war nur ein Aspekt. Größer sind die anhaltenden Diskussionen um die Knights, da die Legionäre bei der Stadt Güssing und nicht dem Klub angemeldet sind.

Auswirkungen auf dieses Spiel hatten aber vor allem die verletzungsbedingten Ausfälle von Chappell, Suljanovic, Müller und zuletzt auch Vieider. Daher war es schon eine kleine Überraschung, dass die Klosterneuburger zur Pause nur 27:33 zurücklagen.

Nach dem Seitenwechsel schien sich der Meister aber abzusetzen. Ein technisches Foul gegen die Dukes-Bank war zu diesem Zeitpunkt nicht förderlich, so lagen die Güssinger nach 28 Minuten 38:47 in Front. Doch die Truppe von Coach Armin Göttlicher ließ nicht locker und vier Minuten später sorgte Kapitän Curtis Bobb mit einem Dreier für den Zwischenzeitlichen Ausgleich (48:48).

Nun erkannten jedoch die Knights den Ernst der Lage, den ersatzgeschwächten Dukes fehlte schlussendlich die nötige „Power“, um ein weiteres Mal zurückzukommen - Endstand 55:66. „Eine Niederlage, die sich aber wie ein Sieg anfühlt“, machte Assistant Coach Damir Zeleznik dem Team keinerlei Vorwurf.

DUKES KLOSTERNEUBURG - WELS 82:77. Zumindest der Ex-Welser Romed Vieider wurde für diese Partie fit - er war einer der Schlüssel, um gegen seinen Ex-Klub (bei denen Ex-Dukes Kevin Payton verletzungsbedingt passen musste) zu bestehen.

Die Dukes starteten wie aus der Pistole geschossen, führten mit einem bärenstarken Jozo Rados (13 Punkte im ersten Quarter) schnell 16:4, nach dem ersten Viertel stand es bereits 24:13. Doch noch vor der Pause erfingen sich die Welser und verkürzten auf 41:35.

Nach der Halbzeit bauten die Dukes ihren Vorsprung auf bis zu 16 Punkte aus (65:49), ehe Rados mit Foulproblemen auf die Bank musste. Der Sieg schien trotzdem nicht gefährdet zu sein, bis Devante Wallace fünf Minuten vor dem Ende mit einem Dreier von 75:61 auf 75:64 stellte. Plötzlich flatterten bei den Dukes die Nerven, Rados wurde mit dem fünften Foul (das eigentlich Lowe beging) vom Parkett gestellt, Wallace legte zwei Dreier nach und es stand zwei Minuten vor dem Ende 75:73. Zur Wende kam es jedoch nicht mehr. Der junge Timur Bas sorgte für das 77:73 und dem Ex-Welser waren per Freiwurf die letzten drei Punkte zum 82:77-Endstand vergönnt.