Erstellt am 16. Dezember 2015, 05:13

von Claus Stumpfer

Saisonende verpatzt. Marie Wolf schließt die lange Herbstsaison mit letzter Kraftanstrengung auf Platz 18 im Internationalen Alpen-Adria-Cup ab.

Ein neuerlicher Wachstumsschub macht derzeit der Tullnerbacherin Marie Wolf zu schaffen. Das Talent muss ihre Bewegungsabläufe neu koordinieren.  |  NOEN, privat
Der 20. Internationale Alpen Adria Cup in Klagenfurt erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit, auch heuer wurde mit 83 Turnerinnen aus Österreich, Frankreich, Ungarn, Deutschland und Spanien in den Nachwuchsklassen ein beeindruckendes Spektakel geboten.

Tullnerbachs Marie Wolf konnte als jüngste Teilnehmerin ihre Juniorinnen-Kolleginnen aus dem LZ St. Pölten auf diesen Wettkampf begleiten und als Einzelstarterin in der internationalen Klasse der Jüngsten antreten. Dabei musste sich die Elfjährige insbesondere am Stufenbarren abmühen, denn aufgrund eines neuerlichen massiven Wachstumsschubs ging das Vertrauen in den eigenen Körper erneut verloren.

"Häufiges Schicksal"

„Ein häufiges Schicksal bei so jungen Athletinnen“, weiß Trainerin Agnes Hodi, warum „Angstelemente“ wie Strecksaltos oder Riesenfelgen plötzlich nicht mehr turnbar waren und wertvolle Punkte im Schwierigkeitswert daher fehlten. „Da benötigt eine Turnerin starke Nerven, um den Wettkampf zu Ende zu turnen und die restlichen Geräte-Küren mit starkem Ausdruck und stabiler Leistung zu präsentieren“, sah Hodi aber zufrieden, dass es für die Kämpferin aus Tullnerbach dennoch für Rang 18 im 31-köpfigen Starterfeld reichte.

Trainerin Agnes Hodi tröstet: „Das sind ganz normale Phasen in der Karriere einer Turnerin, Marie ist zäh und wirft — obwohl sie von sich selbst sehr enttäuscht ist — nicht gleich alles weg. Wir arbeiten bereits an neuen Elementen für den Aufstieg in die J2 (U 14).“