Erstellt am 19. Oktober 2016, 05:39

von Markus Nurschinger

Maria Ramberger: "Zeit für etwas Neues“. Mit dem 30. Geburtstag beginnt für die Crosserin Maria Ramberger ein neuer Lebensabschnitt. Die Klosterneuburgerin hängt ihr Board nach 63 Weltcuprennen an den Nagel.

Für die Klosterneuburgerin Maria Ramberger beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Sie hängt das Snowboard an den Nagel.  |  Markus Schiller

„Ich habe einige Ziele für mich neu definiert. Natürlich werde ich weiterhin aktiv sein. Sport ist und war immer ein zentrales Element in meinem Leben. Jetzt dann halt nur mehr als Hobby“, erklärt Ramberger.

15 Jahre lang bereiste Maria Ramberger die Snowboardwelt von den Rocky Mountains bis zu den Anden, von den europäischen Alpen bis hin zu den Bergen Südspaniens. „Wenn man fast acht Monate im Jahr unterwegs ist, dann erkundet man so einiges. Es sind nicht nur die Liftanlagen, die in Erinnerung bleiben“, schmunzelt die Klosterneuburgerin, die am 5. Jänner 2004 in Bad Gastein im Weltcup in ihrer Lieblingsdisziplin Snowboardcross debütierte.

Stück für Stück kämpfte sich Maria Ramberger an die Weltspitze heran. Schwere Verletzungen warfen die Niederösterreicherin oft zurück, doch sie feierte immer wieder erfolgreiche Comebacks.

"Es waren tolle und aufregende Momente für mich“

Zweimal vertrat sie Österreich bei Olympischen Winterspielen, 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi. Beide Male erreichte sie die Finalrunde, schied aber jeweils im Viertelfinale nach Sturz aus. „Eine Olympia-Athletin zu sein war ein Kindertraum, den ich mir zweimal erfüllen durfte. Es waren tolle und aufregende Momente für mich“, resümiert Ramberger.

Im Weltcup belegte sie zwei fünfte Plätze in Valmalenco und vor heimischem Publikum in Lech am Arlberg. In den Saisonen 2010/11 und 2014/15 belegte Maria Ramberger Platz neun im Gesamtweltcup. Ihren größten Erfolg feierte die Niederösterreicherin am 8. Dezember 2012. Gemeinsam mit Teamkollegin Susanne Moll gewann sie den Teambewerb beim Weltcupauftakt im Montafon.

Bei ihrem letzten Weltcupauftritt, dem vorolympischen Testbewerb in Pyeongchang, verletzte sich Ramberger schwer am Knie. Die Verletzung ist mittlerweile wieder auskuriert, doch nach 63 Weltcuprennen endet ihre Karriere „Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich in meiner langen Karriere unterstützt haben. Ich konnte mich immer voll auf meinen Sport konzentrieren. Jetzt ist es aber Zeit für etwas Neues“, resümiert Ramberger, die sich nun auf den Abschluss ihres Doktoratsstudiums der Rechtswissenschaften fokussieren wird.