Erstellt am 15. Juni 2016, 05:10

von Markus Nurschinger

Starker Auftritt am Bike. Der Kritzendorfer Dominik Wychera belegte bei der Alpen-Tour-Trophy gemeinsam mit seinem Teampartner Markus Benesch den starken zweiten Platz.

 |  NOEN, zVg

Vier Tage, vier Etappen. Mit dem Mountainbike auf einer Gesamtstrecke von 190 Kilometern über 9.700 Höhenmeter bewältigen. Das war die Alpen Tour Trophy 2016. Mit dabei auch der Kritzendorfer Dominik Wychera, der mit seinem Teampartner Markus Benesch an den Start ging und überraschen konnte.

Die erste Etappe führte die beiden über den Hauser Kaibling. „Unsere Beine waren nicht 100 Prozent locker, da nur ein paar Tage zuvor die österreichische Cross Triathlon Staatsmeisterschaft war“, verrät Wychera. Dennoch fuhren die Beiden ein passables Rennen und beendeten den ersten Tag auf dem dritten Platz.

„Bei der 2. Etappe über die Hochwurzen war bei mir der Ofen aus, Markus war total fit, aber meine Beine waren schwer wie Blei“, hatte der Kritzendorfer am zweiten Tag zu kämpfen. Die Strecke führte bis hinauf zum Hochplateau der Giglachseen, wo sogar noch Schnee lag.

Auf der extrem steilen Strecke mussten viele der Athleten ihr Bike schieben. Nach dem Lauf über ein Schneefeld folgten schwierige Trails mit mehreren Laufpassagen. „Bei den Laufpassagen passierte irgendetwas mit meiner Bremse und ich konnte hinten kaum mehr bremsen“, hatte Wychera bei den Abfahrten Probleme.

Dadurch verloren die Zwei wichtige Minuten, lagen aber nach der zweiten Etappe weiterhin auf Platz Drei.

„Nach dieser Etappe machten wir uns leichte Sorgen um unsere Beine, denn am nächsten Tag wartete die Königsetappe mit 67 Kilometern und 3.100 Höhenmetern“, erklärt Wychera. Erfreulicherweise war das Team dennoch topfit und konnte ein hohes Tempo fahren.

Auf der letzten Etappe noch Platz Zwei geholt

Immer wieder lagen Wychera und sein Partner in Führung und konnten sich vor dem Ziel von den Top-Teams absetzen. Der Kritzendorfer fuhr als Tagesschnellster ins Ziel, da Benesch allerdings vom zweitplatzierten Team überholt wurde, gingen die Beiden als Zweite ins Ziel - weiterhin Platz Drei in der Gesamtwertung.

„Nachdem wir drei Tage lang Zeit hatten, die anderen Teams zu beobachten wussten wir, dass die 4. Etappe wie für uns gemacht war“, freute sich Wychera auf die Schlussetappe. Diese führte über zwölf Kilometer und 1.300 Höhenmeter ständig bergauf. Das Ziel lag oben auf der Planai. Dort wollten sich die Beiden in der Gesamtwertung noch verbessern - auf den ersten Platz fehlten ihnen mehr als drei Minuten, auf Platz Zwei knapp drei Minuten.

„Zu Beginn versuchten wir einfach schnell zu sein und nach etwa vier Kilometern wagten wir in einer Serpentine einen Blick zurück, niemand war zu sehen. Ab da wussten wir, der Tagessieg gehört uns“, wurden die Beiden dadurch nur noch mehr motiviert.

Gesamt nahm das Team den anderen Fahrern mehrere Minuten ab und kam nach 1:00:18 ins Ziel. Mit dieser tollen Zeit konnten sie sich auch noch auf den zweiten Gesamtrang verbessern. „Damit waren wir mehr als zufrieden“, freut sich Wychera.