Erstellt am 03. Februar 2016, 05:53

von Claus Stumpfer

Verlobung bei X-Games. Rambergers Freund, ebenfalls ein Boarder aus dem US-Team, hielt im Zielraum um die Hand der Klosterneuburgerin an.

 |  NOEN, zVg

Schon die Einladung zu den X-Games war für die Klosterneuburgerin Maria Ramberger einigermaßen unvermutet gekommen. Gleich zum Auftakt des Trainings in Aspen erlebte sie aber gleich die nächste Überraschung: Ramberger staunte nicht schlecht, als sie nach ihrer ersten Kursbefahrung im Zielraum von ihrem Freund Jonathan Cheever und mehreren Kamerateams empfangen wurde. „Er hat ein Board hochgehalten mit der Aufschrift ‚Marry Me Maria’ — das war recht selbsterklärend eigentlich und beim ‚Ja‘ habe ich nicht gezögert“, lacht die 29-Jährige.

„Das Geld wird lieber in Snowboard- und Surftrips investiert“

Vor sechs Jahren haben sich die beiden auch im Rahmen der X-Games näher kennengelernt. Einen Ring gab es keinen zum Board. „Das Geld wird lieber in Snowboard- und Surftrips investiert“, schmunzelt Ramberger. Auch einen Hochzeitstermin haben die beiden frisch Verlobten noch nicht geplant. Nachdem die Sache mit dem Heiratsantrag für Cheever wie geplant über die Bühne gegangen war, verpasste der US-Boy, der 2011 US-Meister im Snowboard-Cross als Karrierehighlight zu Buche stehen hat, dann aber den Einzug ins Finale. Im Kleinen Finale wurde er Zweiter, was den achten Gesamtrang ergab.

Ramberger hatte in der Qualifikation Probleme mit dem Material. „Mein Board lief überhaupt nicht, der Rückstand war riesig“, klagte sie. Am Renntag veränderte sich aber das Wetter und Schneefall machte den spektakulären Kurs in Aspen langsamer.

Im Semifinale kam Ramberger kurz nach dem Start in ein Gerangel mit zwei ihrer Kontrahentinnen. Im Gegensatz zu den beiden konnte die Klosterneuburgerin den Sturz vermeiden, der Zug ins Finale war aber abgefahren.

„Im kleinen Finale habe ich hart um den zweiten Platz gekämpft“, schildert Ramberger. Sie musste sich dann auch nur knapp der italienischen Weltcupsiegerin Michela Moioli und der Kanadierin Zoe Bergermann geschlagen geben. Ramberger belegt den neunten Platz in der Endwertung.

Der nächste Weltcupstopp für die Boardercrosser ist von 20. bis 21. Februar im Skigebiet Sunny Valley nahe der Millionenstadt Tscheljabinsk in Russland.