Erstellt am 05. Juli 2017, 02:43

von Markus Nurschinger

Hart erkämpftes Silber. Paralympics-Sieger Andreas Vevera holte sich bei den Staatsmeisterschaften in Stockerau zweimal den zweiten Platz.

Der gebürtige Pöggstaller Andreas Vevera darf sich gleich zwei Mal Vizestaatsmeister 2017 der Tischtennisspieler mit Behinderung nennen.  |  NOEN, privat

Bei tropischen Bedingungen kämpften Österreichs Top-Tischtennissportler mit Behinderung im Sportzentrum Alte Au in Stockerau um die begehrten Medaillen bei den österreichischen Staatsmeisterschaften im Tischtennis.

Trotz Abwesenheit von Serien-Staatsmeisterin und Vize-Paralympics-Siegerin Doris Mader, sie bestand als erste Rollstuhlfahrerin den Spezial-Trainerkurs, holte der BSV Weißer Hof zwei Medaillen nach Klosterneuburg.

Maders Vereinskollege und ebenfalls Paralympics-Sieger Andreas Vevera gewann den Vize-Staatsmeistertitel im Einzel und im Doppel. Im Einzelbewerb musste er sich kapp gegen seinen Ex-Teamkollegen Hans Ruep (RSC Heindl) geschlagen geben. Im Doppelbewerb konnte das Duo dann gemeinsam zuschlagen und sich etwas überraschend die Silbermedaille gegen die eindeutig stärkere Konkurrenz, die viel leichtere Behinderungen als sie aufwiesen, sichern. In der offenen Klasse kam Vevera bis ins Viertelfinale.

„Nachdem ich mich international zurückgezogen habe, waren die Staatsmeisterschaften mein wichtigstes Turnier heuer. Die Hitze und die Bedingungen in der Halle waren unerträglich, bei beiden Finalspielen musste ich wegen Kreislaufproblemen fast aufgeben. Aber mit zwei Silbermedaillen und einem Viertelfinale bin ich trotzdem sehr zufrieden. Ich habe gekämpft bis zum Umfallen und habe das ganze Turnier sehr gut gespielt, da waren echt geile Bälle dabei“, freut sich Vevera.