Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:37

von Claus Stumpfer

„Zusammenführung der Vereine ist Ziel“. Im Gespräch / In Klosterneuburg hat sich die Elternplattform konstituiert. Ihr Sprecher Volker Knestel zählt auf die Politik.

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NÖN: Letzte Woche fand die erste Informationsveranstaltung der Elternplattform für den Fußballnachwuchs in Klosterneuburg (EFK) statt. Wie ist die Sitzung verlaufen?
Volker Knestel: Schon kurze Zeit nach der Gründung im September haben die Plattform mehr als 200 Spielereltern der Vereine FC Olympique und SC Klosterneuburg unterstützt. Rund die Hälfte davon ist nun in den Stiftskeller gekommen — das zeigt die Notwendigkeit, im Sinne des Fußballsports und vor allem unserer Kinder zu handeln.

Wurde ein Vorstand gewählt?
Es war eine vereinsunabhängige Veranstaltung der EFK. Rückenwind von Seiten der anwesenden Eltern gab es hinsichtlich der offiziellen Repräsentation der Plattform: Ein einstimmiges Votum bestätigte die vorgeschlagenen Vertreter, die diese Initiative ins Leben gerufen haben: Die SCK-Spielereltern Stefan Kargl und Michael Mendel sowie die FC-OK Spielereltern Claus Jesina, Andreas Popper und Stefan Vogel werden mit mir als Plattformsprecher die EFK nach außen vertreten. Wir sehen dies als Auftrag, wieder ein positives, freundschaftliches Klima im Verein herzustellen, in dem man gern spielt und trainiert.

"Es wurden gleich klare Ziele definiert."

Welche Forderungen der Initiative liegen jetzt am Tisch?
Es wurden gleich klare Ziele definiert. So setzt sich die Elternplattform für die Zusammenführung der beiden Vereine SCK und FC OK zu einem zentralen Fußballverein ein, der unter der sportlichen Leitung des FC OK steht. Die Philosophie der Nachwuchsförderung soll weiterhin verfolgt werden. Eine Forderung, die auf der Hand liegt, sieht man sich die Erfolge des größten Nachwuchsvereins in NÖ an. Nach nur 10-jährigem Bestehen ist der FC OK mit etwa 310 Nachwuchsspielern in der Spielgemeinschaft vertreten. Im Gegensatz dazu sind vom SCK etwa 40 Spieler gemeldet, von denen die Hälfte wechseln will, und nicht darf.

Wer hindert sie zu wechseln, und auf welche Weise?
Geht es nach den SCK-Funktionären, soll ein Vereinswechsel derzeit zwar ohne einjährige Zwangspause möglich sein, aber nur mit einer finanziellen Abgeltung, die für ein 12-jähriges Fußballkind bei rund 1100 Euro liegt. Diesbezüglich werden wir alle Hebel in Bewegung setzen. Für die betroffenen Kinder muss eine rasche und praktikable Lösung her!

"Stehen für Werte wie Sportlichkeit, Respekt und Gemeinschaftlichkeit."

Diskutiert die Elternplattform grundsätzlich noch mit allen Vertretern beider Klubs?
Hinsichtlich der personellen Struktur gibt es von Seiten der Spielereltern ein klares Statement. Wir wollen einen Verein, in dem die Funktionäre Gerhard Hrebicek und Robert Eder keine Rolle spielen, da wir die beiden für viele Schwierigkeiten in der Spielgemeinschaft verantwortlich machen. Wir stehen für Werte wie Sportlichkeit, Respekt und Gemeinschaftlichkeit. Diese sollen in unserem Verein wieder vermittelt werden.

Von wem erhofft sich die Elternplattform Unterstützung?
Erste Gespräche von EFK-Vertretern mit Vereinsfunktionären, Sponsoren, Geschäftsführern der Ausrichtungsstätten und politischen Entscheidungsträgern verliefen vielversprechend. Unter anderem trafen sich die Initiatoren mit Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager, der seine Unterstützung für eine positive Lösung in der Causa Spielgemeinschaft zusagte. Ebenso wurde eine entsprechende Förderung für den zukünftigen Verein und die angemessene Zurverfügungstellung der Sportstätte „Happyland“ zugesichert.