Erstellt am 20. April 2017, 04:00

von Peter Sonnenberg

Wer ist die Nummer eins?. Am Samstag steigt wieder das große Bezirksderby in der WHA zwischen Stockerau und Korneuburg. Die Ausgangslage ist trotz unterschiedlichem Saisonverlauf (leider) ähnlich.

Fallen für das Derby aus. Korneuburgs Kapitänin Kathrin Lauter (li.) und Stockeraus Top-Torjägerin Yvonne Riesenhuber.  |  privat

Wer ist die beste Bezirksmannschaft in der WHA, Österreichs oberster Spielklasse bei den Damen? Diese Frage wird am Samstag im Sportzentrum Alte Au beantwortet, wenn der UHC Stockerau die Union Korneuburg empfängt.

Auf dem Papier bzw. bei einem Blick auf die Tabelle scheint alles klar: Die Lenau städterinnen zeigten in den letzen Spielen einen starken Aufwärtstrend und könnten mit einem Sieg der Qualifika tion für einen internationalen Bewerb einen Schritt näher kommen. Für Kor neuburg geht es dagegen um die Chance, den letzten Platz, die „Rote Laterne“, doch noch an St. Pölten abzugeben.

Zudem gewann der UHC das erste Saisonderby im Dezember deutlich mit 33:20. Einziger Trost für die Bezirkshauptstädterinnen: Aufgrund der Tatsache, dass es heuer nur elf Mannschaften in der WHA gibt, wird es auch keinen Absteiger geben. So können sich die jungen Mädels von Trainer Michael Huber in Ruhe ent wickeln.

Kampf mit Verletzungsteufel

Allerdings haben beide Weinviertler Aushängeschilde mit dem selben Problem zu kämpfen: dem Verletzungsteufel. So fehlen bei den Korneuburgern wichtige Schlüsselspielerinnen wie Kapitänin Kathrin Lauter oder Torfrau Julia Amon. Für Korneuburgs Sektionsleiterin Silvia Grill ist es ein wichtiges Spiel: „Der Fokus liegt ja auf der Entwicklung und dem Einbau von jungen Nachwuchspielerinnen in die erste Mannschaft. Dieses Ziel und die Rückkehr unserer Langzeitverletzten hat bis Saisonende oberste Priorität.“ Zudem betont Grill: „Dass das mit Willenskraft, Mannschaftsgeist und der richtigen Einstellung funktionieren kann, haben wir schon oft genug bewiesen.“

Aber auch in Stockerau schaut es nicht viel besser aus: Bedingt durch das verletzungsbedingte Fehlen von Yvonne Riesen huber und Kapitänin Christine Gahler wird die Mannschaft mit einer geänderten Taktik in das Spiel gehen. Die Aufbaureihe ist neu konzipiert und wird durch Anna Leitner verstärkt, die sich bereits gut in die Mannschaft eingegliedert hat. In dieser Konstellation wird versucht, das Tempo hoch zu halten und auch strategische Phasen in das Spiel einzubauen, um die individuellen Stärken von Spielerinnen wie Sabrina Hödl oder Carmen Reis zur Geltung zu bringen. Vorstand Walter Klinger meint dazu: „Dieses Derby ist für uns enorm wichtig, da die enge Tabellensituation bei einem Sieg einen weiteren Sprung nach oben zulässt.“