Erstellt am 01. Juni 2016, 04:05

von Peter Sonnenberg

"Jetzt greife ich das Olympia-Limit an“. Der Gerasdorfer Andreas Vojta (26) kommt immer besser in Form, löste das EM-Ticket und will jetzt auch noch nach Rio.

Zuversichtlich. Der Gerasdorfer Mittelstreckenläufer Andreas Vojta will nach Rio.  |  NOEN, privat

Der Gerasdorfer Andreas Vojta steigert sich derzeit von Woche zu Woche: Vor knapp anderthalb Wochen löste er das Ticket für die Leichtathletik-EM in Amsterdam von 6. bis 10. Juli und jetzt will er auch noch ver suchen, das Limit für die Olympischen Sommerspiele in Rio zu erbringen.

Aber alles der Reihe nach: Der 26-jährige Weinviertler absolvierte beim Golden-Spike-Meeting in Ostrava (Tschechien) die 1.500 Meter in 3:39,98 Minuten und durfte über das EM-Ticket jubeln. Für Teilnahme waren 3:40,50 gefordert.

„Gleich im ersten Rennen der Saison das EM-Limit abhaken – das war ein solider Start für mich und ein ganz wichtiger erster Schritt“, so Vojta erleichtert. Über den Rennverlauf meinte er: „Bis zur 1.000-Meter-Marke ist es gut gegangen. Am Schluss wurde es hart. Aber das ist klar, da fehlt mir noch die Tempohärte. Die kommt mit jedem Rennen mehr. Die letzten 200 Meter hat mich dann die Hoffnung auf das EM-Limit ins Ziel gepusht.“

Das nächste Ziel liegt auf der Hand, nämlich das Olympia-Limit von 3:36,20 Minuten. „Das EM-Limit ist erledigt. Jetzt greife ich das Olympia-Limit an!“

"In Ruhe auf EM vorbereiten"

Der 1.500-Meter-Sieg in Ostrava, wo der jamaikanische Sprint-Superstar Usain Bolt die 100 Meter in 9,98 Sekunden für sich entschied, ging an den tschechischen Lokalmatador Filip Sasinek in 3:36,32 Minuten. Vojta belegte Platz zehn.

Die nächsten 1.500-Meter-Einsätze von Vojta sind bei den Meetings in Bottrop/Deutschland und in Prag Anfang Juni.

„Der perfekte Fahrplan wäre, dass sich das Rio-Limit in einem der kommenden beiden Rennen ausgeht und ich mich dann in Ruhe auf die EM vorbereiten kann“, erläuterte Vojta. „Von der wäre es dann noch ein gutes Monat bis zu den Spielen, da könnte ich dann auch nochmals in Ruhe an der Form feilen. Soweit einmal die Theorie (lacht).“