Erstellt am 22. Juni 2016, 05:00

von Michaela Höberth

„Kein Leben ohne Pferde“. Die junge Simonsfelderin Nathalie Krapf springt derzeit von Erfolg zu Erfolg und ist die Nummer drei der Top of Austria. Für ihr letztes Pony-Jahr hat sie sich große Ziele gesetzt.

Mit dem Ponywallach Balu verbindet Nathalie Krapf eine enge Partnerschaft. Nächstes Jahr wird das Paar auch Großpferdebewerbe bestreiten.  |  NOEN, privat

Zwei Siege in Linz-Ebelsberg, zwei Siege in Lassee: Besser könnte es für die junge Simonsfelderin Nathalie Krapf in dieser Saison wohl kaum laufen. Sie ist aktuell die Nummer drei der österreichweiten Pony-Rangliste im Springereiten und hat heuer noch viel vor: „Bald stehen die Staatsmeisterschaften an. Außerdem will ich den großen Pony Grand Prix über 125 Zentimeter starten“, setzt sie sich Ziele.

Das Reiten ist ihr in die Wiege gelegt: Ihr Vater Franz Krapf betreibt den Reitclub Simonsfeld, die ganze Familie ist untrennbar mit dem Pferdesport verbunden. Dennoch war der Weg in den Sport steinig: „Meine ersten Sprünge habe ich mit meinem Pony Charly erlebt, und auch meine ersten Stürze“, lacht die junge Sportlerin.

„Bald stehen die Staatsmeisterschaften an. Außerdem will ich den großen Pony Grand Prix über 125 Zentimeter starten.“

 

Nathalie Krapf

Das erste Reitertreffen wurde mit zwölf Jahren im heimischen Stall absolviert. Auch die Stute Cleopatra, Krapfs erstes Endmaßpony, machte es ihrer Reiterin alles andere als leicht. „Es war oft deprimierend, aber Aufgeben war nie eine Option“, erzählt die Amazone. Und ihr Ehrgeiz hat sich gelohnt: Mit der Fuchsstute Sunshine gelangen ihr trotz harter Konkurrenz erste Erfolge im Ponysport, ein vierter Platz bei den Landesmeisterschaften war die Krönung der gemeinsamen Karriere.

Derzeit ist Krapf mit ihrem Wallach Balu auf Turnieren unterwegs. „Er ist gerade topfit“, ist sie stolz. 2016 ist ihr letztes Jahr im Ponysport, doch für die Zukunft ist gesorgt: Nachwuchspferd Million Girl zeigt in den Jungpferdebewerben gute Leistungen, mit Lumiére hat sie einen erfahrenen Partner für die Großpferdebewerbe gefunden.

Die Pferde und der Reitsport bestimmen den Tagesablauf der Schülerin: „Nach dem Unterricht wird trainiert“, so Krapf, die die Sportklasse der De-la-Salle-Schule in Strebersdorf besucht. Zweimal die Woche geht es zu Jörg Domaingo nach Hetzmannsdorf zum Training, um fit für die Herausforderungen zu sein. Doch nur am Pferd zu sitzen, ist für Krapf zu wenig: „Pferde brauchen Liebe und Zuneigung, sie sind keine Maschinen“, betont sie. Sie verbringt daher viel Zeit mit ihren vierbeinigen Partnern und hilft auch gerne im Stall mit. „Ein Leben ohne Pferde kann ich mir einfach nicht mehr vorstellen.“