Erstellt am 14. Juni 2017, 05:00

von Peter Sonnenberg

Auftakt nach Maß für Andreas Vojta. Andreas Vojta (27) aus Gerasdorf startete gut in die Freiluftsaison 2017, löste das Ticket für Taiwan und träumt von London.

In guter Form. Der Gerasdorfer Mittelstreckenläufer Andreas Vojta.  |  privat

Für den Gerasdorfer Mittel streckenläufer Andreas Vojta ist die Freiluftsaison 2017 vielversprechend angelaufen: Gleich bei seinem ersten „richtigen“ Fünf-Kilometer-Wettkampf Ende Mai in Belgien lief er eine Zeit von 13:38 Minuten und unterbot damit das Limit für die Universiade Ende August in Taiwan.

Außerdem liegt die Zeit auch unter dem Limit für die EM 2018 in Prag (Anm.: 13:42 Minuten). Vojta: „Das stimmt mich schon einmal sehr positiv, da es ein erstes Herantasten an die 5.000 Meter war und das Rennen selbst sicherlich noch nicht optimal verlaufen ist.“ Inwiefern? „Da ich selbst ab Kilometer 1,5 für das Tempo sorgen musste, was nicht gerade meine Stärke ist.“

Fokus auf Ausdauer

Weiter ging es dann am Pfingstmontag in Prag, wo er bei einem internationalen Meeting in seiner Paradedisziplin 1.500 Meter am Start war. Auf den ersten Blick war seine Zeit von 3:41,30 nicht überragend, doch Vojta sah es anders: „Klar, im Vergleich zu meiner Bestzeit (Anm.: 3:36,11) war es noch kein Kracher. Aber nach den schwachen letzten zwei Jahren zeigt es mir, dass der Weg stimmt und ich wieder unter 3:40 laufen kann.“

Zudem hatte der 27-Jährige nicht viele kürzere Distanzen in den Beinen: „Bisher gab es nämlich für die Mittelstrecke wenig spezifisches Training, der Fokus lag noch mehr auf der Ausdauerseite.“ Nächster Stopp ist am Samstag ein 3.000-Meter-Lauf in Samorin (Slowakei), bevor es dann das Wochenende darauf zur Team-EM nach Tel Aviv (lsrael) geht. Dort wird der Gerasdorfer als einer von 20 österreichischen Leichtathleten und Leichtathletinnen am Start sein und will möglichst viele Punkte über die 1.500 Meter holen, denn Österreich wird versuchen, in die zweite Leistungsklasse aufzu steigen.

"Leistungen stimmen positiv"

„Die Leistungen stimmen mich also positiv. Ultimatives Highlight dieses Jahr wäre natürlich die WM im August in London, dafür muss aber die Form perfekt passen und das richtige Rennen da sein“, denkt der Weinviertler noch nicht da-ran, auch weil er sowohl über 1.500 (Limit: 3:36,00) als auch 5.000 Meter (13:22,60) seine Best zeiten deutlich steigern müsste. „Ich arbeite erst einmal ohne Stress weiter und freue mich auf die nächsten Aufgaben. Sollte es klappen, wäre das schön. Wenn nicht, geht die Welt aber auch nicht unter.“