Gerasdorf bei Wien

Erstellt am 10. August 2016, 05:00

von Peter Sonnenberg

Versöhnliches Ende für Andreas Vojta. Nach seinem Staatsmeistertitel über die 1.500 Meter zog Gerasdorfs Andreas Vojta ein erstes (durchwachsenes) Saisonfazit.

Das Gerasdorfer Lauf-Ass Andreas Vojta.  |  privat

Für den Gerasdorfer Mittel streckenläufer Andreas Vojta ging die „Hauptsaison“ am Samstag mit Platz zwei im 1.000-Meter-Rennen beim Austrian-Top-Meeting in Andorf (OÖ) zu Ende.

NÖN: Mit dem Staatsmeister titel über 1.500m vor knapp 10 Tagen endete eine wechselhafte Saison doch noch versöhnlich?

Andreas Vojta: Ich hatte viele Höhen und Tiefen, deshalb war das eine schöne Leistung. Es war aber ein extrem schwieriges Rennen, da mit meinem Teamkollegen Brenton Rowe ein starker Mann am Start war.

Mit einem Rennverlauf, der an Spannung nicht zu überbieten war, oder?

Vojta: Genau, ich hab’ zu Beginn versucht, für ein halbwegs zügiges Tempo zu sorgen, bevor Brenton etwa nach der Hälfte die Führung ergriffen hat. Bis zur Zielgeraden liefen wir hintereinander, bis ich ihn dann auf den letzten 50 bis 60 Metern überholen konnte und das bessere Ende erwischte.

Und den siebenten Staatsmeister titel Ihrer Karriere eroberten. Was bedeutet Ihnen das?

Vojta: Auch wenn das für einen vielfachen Staatsmeister eigentlich nichts Besonderes ist, habe ich mich dennoch gefreut, dass ich nach einer nicht unbedingt überragenden Saison und dem enttäuschenden zweiten Platz im Vorjahr (Anm.: damals gewann Nikolas Franzmaier) wieder den Titel zurückerobern konnte.

Am Freitag begannen die Olympischen Spiele in Rio, wo Sie auch gerne dabei gewesen wären. Wie groß ist die Enttäuschung über das Verpassen?

Vojta: Natürlich wäre ich gerne bei der größten Sportveran staltung der Welt dabei gewesen. Aber ich trauere dem jetzt nicht nach, sondern sehe es als Moti vation, mich in den nächsten Jahren weiterzuentwickeln und wieder an Topleistungen anknüpfen zu können. Jetzt lege ich eine Pause ein, um mich dann auf die Crosslauf-EM im Dezember vorzubereiten.

Aber vor dem Fernseher werden Sie schon mit Ihren Teamkollegen mitfiebern, oder?

Vojta: Ich werde wohl nicht die komplette Leichtathletik ver folgen, aber ich will es mir so einteilen, dass ich unsere Österreicher live mitver folgen kann. Auch wenn es dadurch die eine oder andere kürzere Nacht geben wird (lacht).