Erstellt am 10. Dezember 2015, 05:43

von Peter Sonnenberg

Mit den Bayern zum nächsten Meistertitel?. Manuela Zinsberger aus Niederfellabrunn ist mit dem FCB auf dem besten Weg zur Titelverteidigung in der Bundesliga.

 |  NOEN, Wolfgang Wallner

Während für einen Österreicher beim FC Bayern, David Alaba, verletzungsbedingt bereits Weihnachtspause ist, befindet sich Manuela Zinsberger mit den Damen des FCB noch im vorweihnachtlichen Spielstress. Am Sonntag gab es für die Bayern mit ihrer 20-jährige Niederfellabrunner Torfrau einen 2:1-Sieg in der deutschen Frauenbundesliga gegen Essen.

Damit bauten die Münchnerinnen die Tabellenführung aus und sind auf bestem Weg, ihren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Auch wenn die Weinviertlerin meistens nur von der Bank mitfieberte, zieht sie eine positive Bilanz: „Ich bin voll und ganz zufrieden, aber wenn man ehrlich ist, kann es einem nie schnell genug gehen. Aber es geht gut voran.“ Derzeit ist die Finnin Tinja-Riikka Korpela noch die Nummer eins, aber Zinsberger sitzt ihr schon im Nacken. Bis zum Spiel gegen Essen war nicht mehr als ein Meisterschaftseinsatz gegen den 1. FC Köln, als sie die Null hielt, drin.

EM-Teilnahme mit dem Team als großer Traum

Mit viel harter Arbeit soll sich das im nächsten Jahr ändern: „Ich versuche ganz klar meine Schwächen zu verringern und in Stärken umzuwandeln.“ Nach dem Spiel in Essen warteten noch das DFB-Cup-Achtel finale gegen Bremen (Anm.: nach Redaktionsschluss) und die zwei letzten Meisterschaftsspiele 2015 gegen Hoffenheim und Turbine Potsdam. Danach geht es zurück in die Heimat, ehe am 11. Jänner die Vorbereitung losgeht. „Darauf freue ich mich schon, mit Familie und Freunden die besinnlichen Tage verbringen zu können. Da kann ich meine Akkus auf laden.“

Vor allem deshalb, weil Zinsberger neben dem Verein für 2016 auch große Pläne mit dem österreichischen Nationalteam hat. Dort findet Anfang des Jahres bereits der erste Lehrgang statt – mit dem großen Ziel, 2017 erstmals an der Europameisterschaft teilnehmen zu können. „Und ich bin davon überzeugt, dass wir das mit diesem Team auch schaffen können.“ Damit die Damen bald auf den Spuren von Alaba und Co. wandeln ...