Erstellt am 25. November 2015, 05:38

von Kevin Kada

Opfer des Wetters. Als Konsequenz der warmen Temperaturen im November mussten die Stock City Oilers bereits einige Termine verschieben.

Eishockey  |  NOEN, Pixabay.com

Die Eisprobleme, die die Stock City Oilers bereits in dieser Saison zu spüren bekommen haben, sind die großen Spielverderber im heimischen Eishockeysport. Da die meisten Teams auf Freiluftplätzen spielen müssen, sind sie auf die Temperaturen und das Wetter angewiesen. Daher kommt es immer wieder zu Spielverschiebungen, so auch in Stockerau. „Natürlich ist es schade, dass wir immer wieder verschieben müssen. Aber wir sind froh, dass wir zumindest eine Eisfläche haben, die groß genug ist, um darauf Eishockey zu spielen“, erzählt Stock-City-Oilers-Obmann Helmut Huto, der mit seinen Teams in der Elite- und Landelsliga spielt. Stockerau ist da zumindest teilweise eine Insel der Seligen. Wenn man sich die Mannschaften aus Retz, Hollabrunn oder Gars ansieht, kämpfen diese Teams mit ganz anderen Problemen, weiß auch Huto:„Ich kann mich noch erinnern, als Gars in der Liga war. Dort war das Problem, dass wir nur Vier gegen Vier spielen konnten. Das kann dann natürlich auch nicht der Sinn der Sache sein.“

Bitter für Gars, und als Konsequenz gab es den Ausstieg aus der Liga. „Ich verstehe die Sicht der Garser, denn da war wirklich der Wille, etwas zu machen. Aber ich verstehe natürlich auch die Seite des Verbands und generell der anderen Teams“, so der Obmann und Kassier des NÖ-Eishockeylandesverbandes. Huto selbst kann keine Schuldigen an der aktuellen Situation ausmachen: „Das hat mit der falschen oder nicht vorhandenen Werbung zu tun. Da wurden Dinge falsch geplant, die bereits Jahre zurückliegen. Jetzt müssen wir mit dem leben, was wir haben, denn keine Gemeinde in der Umgebung oder in Niederösterreich hat das Geld, um eine Eishalle hinzustellen. Auch wir in Stockerau nicht.“

2014 war die Rede davon, dass Red Bull zahlreiche Eishallen und überdachte Eislaufplätze in Österreich bauen wollen würde. Auch die Stock City Oilers haben sich um eine davon beworben. „Doch seit der Anmeldung haben wir nichts mehr gehört. Dieses Projekt scheint wieder verworfen worden zu sein“, sagt Huto, der sich natürlich eine Verbesserung der Verhält nisse in Stockerau wünschen würde: „Aber ohne Geld spielt keine Musi.“

Die positive Nachricht am Schluss: Seit dem vergangenen Samstag gibt es Eis in Stockerau.