Erstellt am 11. November 2015, 05:37

von Peter Sonnenberg

Perfekte WM-Premiere. Der Stockerauer Kevin Pumpa (21) wurde bei seinen ersten Leichtathletik- Titelkämpfen in Doha (Katar) mit neuem österreichischen Rekord Vierter im Speerwurf.

Wurfgewaltig. Der Stockerauer Rollstuhlsportler Kevin Pumpa wurde bei seinen ersten Weltmeisterschaften Vierter.  |  NOEN, zVg

„Diese Eindrücke werde ich nie vergessen“, gerät Kevin Pumpa auch eine Woche nach der Leichtathletik-Weltmeisterschaft der Behindertensportler in Doha (Katar) ins Schwärmen – nicht nur aufgrund des traumhaften Ambientes am persischen Golf, sondern auch aufgrund der eigenen sportlichen Leistung.

Bei seiner WM-Premiere konnte sich der Stockerauer mit einer persönlichen Bestleistung und österreichischem Rekord (23,27 Meter) den vierten Platz im Speerwurf, Klasse F54, erkämpfen. Angenehmer Nebeneffekt: Damit löste er auch das Ticket für die Paralympics 2016 in Rio de Janeiro. „Damit war nicht zu rechnen, mein Ziel war es, die 22 Meter zu knacken“, strahlte der 24-Jährige. Trotzdem: Als Vierter nur knapp an einer Medaille vorbei geschrammt zu sein, schmerzt das? „Nicht wirklich, die ersten Drei sind noch unerreichbar für mich, das sind auch die besten Drei der Weltrangliste“, erzählt der Athlet des FAC Gitti-City Stockerau, der im Moment auf Platz sechs der Weltrangliste liegt. „Schön war, auch Kontakte mit den Kollegen zu knüpfen“, so Pumpa. Weit über 1.000 Athleten nahmen an diesen Titelkämpfen teil. Österreichs Delegation mit 13 Athleten und Trainern war im Vergleich fast winzig. „Deswegen ist es auch mein Ziel, dass der Behindertensport gesellschaftlich mehr akzeptiert wird. Wir reden hier ganz klar von Leistungssport und nicht von ein bisschen therapeutischer Bewegung.“

Am Wochenende begann er mit seinem Trainerteam um Coach Walter Pfaller (Pumpa: „So einen Trainer kann man sich nur wünschen“) die Saisonplanung für das kommende Jahr. Auch wenn die Paralympics Ziel Nummer eins sind, gibt es noch weitere Herausforderungen: „Zum einen die EM in Italien und zum anderen viele Wettkämpfe fressen, damit ich die Leistung von Doha bestätigen kann.“