Erstellt am 20. April 2016, 05:04

von Peter Sonnenberg

Sensation: Titel für Pacher. Der Großrußbacher Lukas Pacher (24) holte sich zum Abschluss der Wintersaison den Staatsmeistertitel in Tirol und träumt von der Teilnahme an einem Großereignis.

Ein Weinviertler im Wintersport ganz oben. Der Großrußbacher Snowboardcrosser Lukas Pacher.  |  NOEN, privat

Was für ein Saisonabschluss: Der Großrußbacher Lukas Pacher holte Mitte April in Gastein (Tirol) den österreichischen Staatsmeistertitel in Snowboardcross für den Wiener Skiverband. Der 24-Jährige, der Dank seiner Erfolge in der Saison 2014/15 seit letzten Herbst dem A-Kader der ÖSV-Snowboard- crosser angehört, machte das Unmögliche möglich.

„Der Titel kam eigentlich sehr überraschend. Ich habe heuer meine erste Weltcupsaison bestritten, die mit Höhen und Tiefen durchzogen war. Ich hab’ gesehen, das ich schnell sein kann, habe es aber nicht immer umsetzen können“, analysierte der Weinviertler. „Wenn ich frei im Kopf bin, kann ich meine Leistung abrufen und dann ist sehr viel möglich!“ Sein Werdegang unterstreicht das: Wohnhaft in Großrußbach, wurde er als Schüler des TGM in Wien bei den Schülermeisterschaften vom Wiener Skiverband entdeckt und gefördert.

„Es ist eine coole Sache, in einer Wintersportart einen Staatstitel für Wien zu gewinnen“, freute sich Pacher, der im Sommer jetzt eifrig in seiner Heimatgemeinde trainiert. Er hat sich sogar eine Startrampe mit Zeitnehmung für das Trockentraining selber gebaut. Zunächst steht nun einmal Durchschnaufen auf dem Programm, ehe im Mai das Trockentraining beginnt. Da bewegt sich das Trainingspensum zwischen drei und fünf Stunden täglich mit den verschiedensten Kraft-, Ausdauer-, Koordinations-, Konditions- und Schnelligkeitsblöcken.Daneben muss er aber auch arbeiten, denn nur vom Sport leben ist nicht drin: „Es ist zwar schon Unterstützung da, aber

es ist noch immer ein großer Teil selbstfinanziert. Obwohl ich in der höchsten Klasse mitfahre“, so Pacher. „Da wäre es sicher entspannter und einfacher, wenn man sich nur mehr auf den Sport konzentrieren könnte.“ Denn ein sportliches Lebensziel hat der Großrußbacher klar definiert: „Ich will zu einer WM oder Olympia, keine Frage.“