Bisamberg

Erstellt am 20. Juli 2016, 05:00

von Peter Sonnenberg

Neuanfang in Bisamberg. Nach dem sportlichen Abstieg aus der AVL spielen die Bisamberger Herren im Herbst nicht in der 2. Bundesliga, sondern starten in der Landesliga neu durch.

Konsequent. Bisambergs Peter Wollenschläger.  |  NOEN

Vor einem Jahr jubelte man im Lager der Sportunion Bisamberg noch über den Aufstieg in die AVL, Österreichs oberste Spielklasse. Jetzt bestätigte Peter Wollenschläger, der sportliche Leiter, dass die Bisamberger im Herbst nur mehr in der Landesliga eine Mannschaft stellen. Wie kam es dazu?

Ende April verpassten die Mannen von Coach Stefan Bräuer den Klassenerhalt in der AVL in dramatischen Relega-
tionsduellen gegen Ried. Danach folgte der nächste Schock: Der Volleyballverband wollte die Weinviertler in die (neue) 2. Bundesliga Nord einteilen, weite Auswärtsreisen nach Tirol und Vorarlberg inklusive. Da stiegen Wollenschläger und Co. auf die Barrikaden – vergeblich. Deshalb entschlossen sich einige Spieler mit Wohnort Wien, zu einer dortigen Landesligamannschaft zu wechseln. Damit war für die Bisamberger klar, auf die Nennung in der 2. Bundes liga zu verzichten.

Denn neben den jungen Spielern bleiben nur mehr Michael Pfeiffer und Sebastian Fluch aus der letztjährigen AVL-Truppe erhalten. Im Herbst geht es damit in der Landesliga weiter. „Das ist auch eine Chance für unsere blutjunge Mannschaft. Sind wir zu stark, steigen wir ohnehin auf, sind wir zu schwach, hätten wir in der 2. Bundesliga ohnehin nichts zu suchen“, so die realistische Einschätzung von Wollenschläger.

Allerdings wird die neue Spielklasse ohne Coach Bräuer absolviert, der deutsche Trainer kehrt in seine Heimat zurück: „Er wird bald Vater und wollte zu seiner Frau zurück. Und nur eine Landes ligamannschaft zu coachen ist für einen Mann seiner Klasse zu wenig“, versteht Wollenschläger die Entscheidung. Einen Vorteil bringt der Rückzug aber, denn die Bisamberger spielen endlich wieder in ihrer Heimhalle vor den treuen Fans. „Das hat uns in der AVL gefehlt, jetzt haben wir Heimvorteil.“

Ganz auf Bundesliga-Luft müssen die Weinviertler aber auch in Zukunft nicht verzichten. Denn die Damen- mannschaft Bisambergs spielt weiterhin in der 2. Bundesliga Nord mit neun anderen Teams. „Sie haben genug Spielerinnen und Routine, um dort eine gute Rolle zu spielen. Insofern ist die Entscheidung schnell gefallen“, freute sich auch Wollenschläger mit seinen ambitionierten Mädels.