Erstellt am 19. Juli 2017, 02:00

von Michaela Höberth

Erich Fuchs tritt zurück: „Nie stehen bleiben“. Erich Fuchs (70), der langjährige Wegbereiter des Stockerauer Vereins Kumgang, zieht sich krankheitsbedingt zurück.

Erich Fuchs legt nach 28 Jahren alle Funktionen zurück.  |  privat

„Es geht mir schon nahe“, gibt Erich Fuchs zu. Vor Kurzem gab er bekannt, dass er seine Funktionen als Kassier und Manager im Stockerauer Taekwondo-Verein Kumgang sowie seine Vizepräsidentschaft im NÖ Taekwondo-Verband krankheitsbedingt zurücklegen wird. „Ich wollte jetzt aufhören, dann hat der Verein bis zu den Wahlen im Herbst Zeit, Nachfolger zu finden“, so Fuchs.

Zu ersetzen wird Fuchs wohl nie sein: 28 Jahre lang steckte er sein Herzblut in die Vereinsarbeit und war maßgeblich daran beteiligt, dass Kumgang heute zu den Top-Vereinen in Österreich gehört. „Ich bin durch meinen Sohn Harald dazu gekommen“, erzählt Fuchs. Zunächst war er auch sportlich aktiv, dann wechselte er auf die Seite der Funktionäre. Gemeinsam mit Obmann Martin Beranek etablierte er den Sport in Stockerau.

"Kinder und Jugendliche erhalten Verein"

Dabei war die Jugendarbeit sein größtes Anliegen: „Nur Erwachsene zu trainieren, hilft nichts. Kinder und Jugendliche erhalten den Verein“, war ihm früh klar. Und es war das Training mit den Kindern, das ihm die größte Freude bereitete: „Sie sollen weg von Fernsehen und Laptop. Wenn man sie fördert, sind sie so dankbar. Sie wissen das mehr zu schätzen als alle anderen“, weiß Fuchs.

Als Manager des Vereins sorgte er dafür, dass der Sport in der Stadt präsent war. Gerne erinnert er sich an die „Koreanische Woche“ zurück, in der unter der Schirmherrschaft des damaligen Botschafters die Staatsmeisterschaften ausgetragen wurden. „Der Botschafter hieß Ban Ki-moon“, ist Fuchs stolz, den späteren UN-Generalsekretär in die Lenaustadt geholt zu haben. Auch ein Weltrekordversuch im Bruchtest und gemeinsames Fallschirmspringen gehen auf seine Kappe.

Fuchs wünscht sich für den Verein, dass der Erfolgskurs beibehalten wird: „Man muss die Jugend fördern. Im Hintergrund stehen die Eltern, die uns eine große Unterstützung sind. Am wichtigsten ist aber, dass man nie stehenbleibt, man muss immer weiterdenken.“