Erstellt am 25. Mai 2016, 05:04

von Peter Sonnenberg

Tischtennis-Medaille verpasst. Der UTTC Stockerau, im Vorjahr noch Vizestaatsmeister, musste beim Bundesliga-Finalturnier mit Platz vier vorliebnehmen.

Geschwächt. Janos Jakab vom UTTC Stockerau beim Bundesligafinale.  |  NOEN, privat

Letzte Saison war der UTTC Stockerau die große Überraschung beim Bundesliga-Finalturnier und holte sensationell den Vizestaatsmeistertitel. In dieser Spielzeit schaffte man als Dritter zwar erneut souverän den Einzug ins Finale, musste sich in Baden aber mit dem vierten Platz begnügen.

Bereits am Freitagabend revanchierte sich die SPG Wels bei den Lenaustädtern für die Halbfinalniederlage 2015. In exakt der gleichen Konstellation sorgten die Stockerauer damals mit ihrem 4:2-Sieg für eine kleine Sensation.

Diesmal setzten sich die Oberösterreicher aber glatt mit 4:0 durch – und das, obwohl Wels schwer gehandicapt antreten musste: Yuya Oshima, die Nummer 23 der Weltrangliste aus Japan, musste kurzfristig aufgrund einer Schulterverletzung absagen, Zsolt Petö trat mit einem geschwollenen rechten Knöchel an und Mihai Bobocica lag noch vor wenigen Tagen aufgrund eines Hexenschusses im Spital.

Die Stockerauer wussten diesen körperlichen Vorteil nicht für sich zu nutzen, brachten die Oberösterreicher in den einzelnen Partien immer nur an den Rand einer Niederlage. Auch tags darauf, im Spiel um Platz drei gegen Aufsteiger Baden, lief es für die Weinviertler nicht optimal: Kirill Gerassimenko behielt in drei Sätzen gegen David Serdaroglu die Oberhand. Krisztian Molnar konnte im Anschluss durch seinen 3:1-Erfolg über Stanislav Golovanov ausgleichen, danach war jedoch nur noch Baden am Drücker.

Auch weil bei Jakab eine Verletzung, die er schon seit September „mitschleppt“, wieder akut geworden. Das Doppel Molnar/Jakab musste dann auch nach dem ersten Satz w.o. gegeben werden, wodurch auch Spiel vier an die Badener ging. Gerassimenko machte danach gegen Molnar den Sack zu.

„Wir sind aber trotzdem zufrieden, haben während des Grunddurchgangs gezeigt, dass wir gegen jede Mannschaft punkten können und so unsere starke Vorsaison bestätigt“, resümierte Pressereferent Stefan Reinsperger. „Bereits jetzt blicken wir auf die nächste Saison, in der wir wieder um die Podestplätze mitspielen wollen.“