Erstellt am 11. November 2015, 05:13

von Peter Sonnenberg

"War Sieg für die Geschichtsbücher". Korneuburgs Sektionsleiterin Silvia Grill war nach der Sensation gegen Hypo auch Tage später noch sprachlos.

Spontane Überraschung. Roman Eichhorn, Kathrin Lauter, Trainerin Jasna Kolar-Merdan und Franzi Rath (von links) bekamen von der Korneuburger Konditorei Balz eine Torte.  |  NOEN, Union Korneuburg

26:24 –  ein Ergebnis, das sich noch lange Zeit in den Köpfen der heimischen Handballgemeinde, besonders jener in Korneuburg, festsetzen wird. Mit diesem Resultat besiegten am letzten Mittwoch die Damen der Union Serienmeister und Titelverteidiger Hypo Niederösterreich und fügten dem ehemaligen Champions-League-Gewinner die erste Meisterschaftsniederlage seit über 22 Jahren zu.

Sieg für Geschichtsbücher

„Ein Sieg für die bzw. unsere Geschichtsbücher“, strahlte Sektionsleiterin Silvia Grill. Basis für den Sensationserfolg eine fulminante Anfangsphase, als man schnell 4:0 führte und mit enormem Kampfgeist auch eine knappe Führung in die Kabine rettete. Auch nach dem Seitenwechsel ließen sich die Korneuburgerinnen nicht abschütteln, und in der Zwischenzeit kamen neue Fans in die Halle, angelockt vom Live-Ticker dieser Begegnung. „Es wurde ein echter Hexenkessel“, schwärmte Grill. In der Schlussphase war beiden Teams die Nervosität anzumerken.

Trotz einiger technischer Fehler auf beiden Seiten konnten alle Korneuburger Spielerinnen ihre Kräfte bündeln, und als Cornelia Hiesinger zwei Minuten vor dem Ende zum 26:22 traf, war alles klar. Diesen Rückstand konnte Hypo nicht mehr aufholen, und die Korneuburger ließen ihren Emotionen freien Lauf: „Wir sind 60 Minuten als Einheit aufgetreten, jeder hat noch den einen letzten Schritt mehr gemacht und wir wollten den Sieg einfach unbedingt. Ich bin unglaublich stolz auf die gesamte Mannschaft“, schwärmte die überragende Torfrau Alvera Lamprecht. Eines ist Grill besonders wichtig: „Ich hoffe, das ist ein Signal, dass es uns auch die anderen Vereine jetzt nachmachen.“