Erstellt am 28. September 2015, 08:38

von Florian Braunauer

Die Piemont-Kirsche auf der Derby-Torte. Nach packenden 120 Cupminuten krönt der Kremser SC seine Woche mit einem 2:0-Derbysieg in Haitzendorf.

Florian Schuh, hier im Duell mit Patrick Hackl, musste nach seiner zweiten gelben Karte verfrüht unter die Dusche.  |  NOEN, Matthias Reisinger

HAITZENDORF - KREMS 0:2. Das 3:5 nach Verlängerung hatte die Kremser Kicker stark beansprucht, deshalb ließ Coach Stefan Kogler einige seiner Cuphelden vorerst auf der Bank Platz nehmen.

Robert Fekete durfte dafür von Beginn an ran, nach 15 Minuten stand er bereits zum ersten Mal goldrichtig: Eine Flanke segelte über Freund und Feind hinweg, und die Kugel prallte vom Ungarn ins Tor. Haitzendorfs Sektionsleiter hatte da ein Handspiel gesehen: „Der Ball ist von seinem Arm abgeprallt, das Tor war meiner Ansicht nach irregulär.“

Diese Ansicht teilte Referee Dobersberger nicht - der Treffer zählte. Die Kremser drückten aber weiter, Fekete glänzte 20 Minuten später erneut: Nach einem schönen Haken knallte er das Leder in den Winkel - für Michael Kerschbaumer gab es da nichts zu halten.

Topchance nicht verwertet

Nach dem Seitenwechsel kam Stefan Gruber ins Spiel, und die Partie nahm Fahrt auf: Bereits nach zwei Minuten fand der angeschlagene Goalgetter die erste Topchance vor, verwerten konnte er sie allerdings nicht. Traht sah in dieser Phase des Spiels eine weitere Szene, in der er sich ungerecht behandelt fühlte: „Michael Schütz hat den Ball an die Hand bekommen, Elfmeter hat es aber keinen gegeben.“

Die Haitzendorfer kamen trotzdem immer besser in Fahrt und kratzten am Anschlusstreffer. Diesem Aufwind bereitete der Unparteiische aber mit dem Platzverweis von Florian Schuh ein Ende. Gegen Ende hin hatten die Heimischen in Unterzahl den Gästen wenig entgegenzusetzen, die Wachauer entführten somit drei Punkte aus Haitzendorf.

Stefan Kogler freute sich über seinen ersten Derbysieg: „Lob an mein Team. Nach dem kräftezehrenden Cupfight im Derby noch zu bestehen ist keine Selbstverständlichkeit. Nach dieser englischen Woche hat in erster Linie unser Masseur etwas zu tun“, fügt der Ex-Admiraner schmunzelnd hinzu.

Sein Gegenüber Martin Parb gratuliert seiner Mannschaft ebenfalls: „Ich kann meinem Team über 90 Minuten gesehen keinen Vorwurf machen.“ Sektionsleiter Alfred Traht tat es dem Trainer gleich: „Unsere Jungs haben super gekämpft, leider hatten wir heute mit Schiedsrichterentscheidungen nicht unser Glück.“