Erstellt am 22. September 2015, 06:57

von Florian Braunauer

Vom Pech verfolgt. Haitzendorfs Personaldecke wird dünner und dünner: Suad Delic reißt sich zum zweiten Mal das Kreuzband.

Premiere. Florian Schuh erzielte in Gaflenz seinen ersten Saisontreffer und verhalf seiner Elf zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung.  |  NOEN, Matthias Reisinger

GAFLENZ - HAITZENDORF 2:2. Nach der bitteren Heimschlappe gegen Waidhofen waren die Haitzendorfer um Wiedergutmachung bemüht.

Die Vorzeichen dafür standen aber denkbar schlecht: Suad Delics Diagnose traf Martin Parb und sein Trainerteam wie ein Schlag: Der zweite Kreuzbandriss innerhalb eines Jahres – für den bulligen Innenverteidiger wird die Saison damit wohl gelaufen sein. Auch Torjäger Stefan Gruber stand nicht auf dem Blankett. Alfred Traht, Sportlicher Leiter beim Meister der 2. Landesliga West, hofft auf baldige Genesung seines Knipsers: „Im großen Derby gegen Krems wäre es schon eine Erleichterung, wenn er zumindest im Kader stünde.“

Im Spiel gegen Gaflenz rannten sich elf Haitzendorfer dennoch die Füße wund. Die rasche Führung durch Florian Schuh, der nach einer knappen Viertelstunde für Treffer Nummer eins sorgte, wurde von den Heimischen wenige Minuten vor dem Pausenpfiff vom Punkt aus egalisiert.

Freude währte nur 60 Sekunden

Nach dem Seitenwechsel zeigte Gruber-Ersatz Patrick Denk sein Können und bezwang Alexander Kühnl zur 2:1-Führung. Die Freude darüber währte aber nur kurz, genauer gesagt gerade einmal 60 Sekunden. Denn gerade, als die Haitzendorfer mit dem Jubeln fertig geworden waren, stellte Neven Spiranac wieder auf Gleichstand. Danach lieferten sich die Teams einen offenen Schlagabtausch, niemand hatte aber das bessere Ende für sich. „Wir haben nach dem Waidhofen-Debakel gezeigt, dass wir kicken können. Die Jungs haben sich den Punkt heute verdient.“

Nächste Runde steht für die Parb-Truppe mit dem Derby gegen den Nachbarn aus Krems ein echter Brocken vor der Tür. Vor allem in Anbetracht der Personalsituation: „Wir hoffen, dass sich das Lazarett lichtet. Vor allem ein Stefan Gruber wäre im Derby wichtig, aber das wird sich noch unter der Woche entscheiden. Auf jeden Fall gilt es, den Kremser SC vor eigenem Publikum ordentlich zu ärgern“, so Traht.