Erstellt am 17. November 2015, 09:15

von Verena Bauer

Ab auf die Insel. Atemberaubende Bilder präsentiert der Droßer Freerider Matthias Mayr in seinem neuen Film "Onekotan. The Lost Island"

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Chile, Neuseeland, Alaska und die spektakulärsten Abfahrten in den österreichischen Alpen: Eigentlich hat Matthias Mayr bereits an den schönsten Flecken der Welt die Ski angeschnallt. Diesmal verschlug es ihn gemeinsam mit Matthias „Hauni“ Haunholder und Phil Meier nach Onekotan, eine unbewohnte Insel im pazifischen Feuerring zwischen Kamtschatka und Hokkaido.

Wie stößt man auf diese einzigartige Region? „2012 war ich mit Hauni und Fabi Lentsch für einen Dreh in Neuseeland. Dort hat mir Fabi auf Google Earth diese Insel gezeigt. Ich war sofort fasziniert und wusste, dass ich unbedingt hin möchte“, erzählt Mayr. So einfach ist das nicht: Für die Planung der Reise benötigten die Freerider ein Jahr. „Es gibt zum Beispiel keine Informationen zur Anreise im Winter. Wir betraten hier Neuland. Letztendlich hat uns ein Frachtschiff zur Insel gebracht.“

18 Tage blieb das Trio zusammen mit Kameramann Simon Thussbas und Fotograf Jonas Blum auf der Insel. „Es war sicher das anspruchsvollste Unternehmen in meinem gesamten Leben, nicht nur als Freerider“, meint Mayr. Nach den Abenteuern auf der Insel – darunter die Befahrung eines Vulkans und die Überschreitung eines vereisten Sees – kam der Frachter wegen zu hohen Wellengangs nicht durch, und die Truppe saß fest. Wie die Freerider den Heimweg schafften, ist bei der Filmpremiere am 21. November zu sehen. Wurden mit „Onekotan“ die die Grenzen des Machbaren erreicht? „Ich denke, wir haben einen neuen Maßstab gesetzt, der dazu da ist, weiter angehoben zu werden“, so Mayr.

Das nächste Filmprojekt ist bereits in Arbeit: Ziel der Reise ist der kälteste bewohnte Ort der Erde in Nordostsibieren.